Kinderwissen Damit der Feind nicht mitliest

Von rst 

Ob extra angeschlossen oder fest eingebaut: Webcams sind ein Sicherheitsrisiko. Foto: dpa
Ob extra angeschlossen oder fest eingebaut: Webcams sind ein Sicherheitsrisiko. Foto: dpa

Hacker haben es auf fremde Daten abgesehen. Dazu nutzen sie auch die Webcam.

Stuttgart - Benutzt Du öfter mal den Computer oder den Laptop Deiner Eltern? Oder hast Du sogar schon einen eigenen? Je nachdem, wie alt das Gerät ist, hat es oben am Bildschirmrand eine kleine eingebaute Kamera – die Webcam. Sie ist für manche Dienste superpraktisch. Wenn Du zum Beispiel mit Bild chatten oder einfach nur Videotelefonie machen möchtest. Früher musste man extra eine kleine Kamera kaufen und an den Computer anschließen. Neuere Smartphones haben jeweils eine Kamera vorne und eine hinten. Die Smartphone-Kamera benutzt Du vermutlich hauptsächlich für Selfies oder eben auch für Videotelefonie.

Es gibt gute Gründe, die Webcam am Computer zu Hause oder am Laptop abzukleben. Denn es gibt leider immer mehr Betrüger, die über das Internet fast unbemerkt agieren. Man nennt sie auch Hacker. Zwar haben es die Kriminellen häufig auf Firmen abgesehen. Die Daten von Privatpersonen, insbesondere Passwörter und Zugangsdaten zu Bezahldiensten wie Paypal oder zum Online-Banking, sind jedoch auch im Visier der Betrüger. Alles, womit man auf unerlaubte Weise an Geld kommen kann, ist für die Diebe interessant.

Deshalb solltest Du den Schutz Deiner Daten wirklich ernst nehmen. Dazu gehört auch die Sicherung der Webcam. Denn Hacker können sich mit einfachen Tricks Zugriff zu Webcams von Computern oder Laptops verschaffen. Sie können so den Nutzer unbemerkt beobachten und dabei vielleicht sogar Passwörter mitlesen. Um das zu verhindern, kann man die Webcam im Betriebssystem deaktivieren. Das bekommt aber nicht jeder so einfach hin. Außerdem können Hacker die Einstellung theoretisch wieder zurücksetzen. Die einfachste Lösung ist daher, die Kamera abzukleben. Dafür kannst Du einen kleinen Zettel oder Klebeband verwenden.

Mindestens so wichtig ist es, dass immer aktuelle Antivirenprogramme installiert sind und dass man auf betrügerische E-Mails nicht antwortet, in denen man dazu aufgefordert wird, seine Bankverbindung, Kreditkartennummer oder ähnlich sensible Daten einzugeben.

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