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Killesberghöhe Killesberg-Anwohner freuen sich über neue Läden

Von Christian Ignatzi 

Die Wohnungen werden zwar erst im April fertig, die ersten Geschäfte im neuen Stadtquartier haben aber am Donnerstag eröffnet. Nicht nur die Anwohner wollen das Angebot nutzen.

Stuttgart - Kostenloser Glühwein und heiße Remstäler Rehbratwurst – bei der Eröffnung des Stadtteilzentrums im neuen Stadtquartier Killesberghöhe war das eines der Angebote der Läden, die künftig im Stuttgarter Norden für die Nahversorgung zuständig sind; und es war bitter nötig. Rund eineinhalb Stunden dauerte das Eröffnungsprogramm, das die Jungen vom Stuttgarter Hymnus-Chor begleiteten.

„Wir sind zwar noch nicht fertig mit den Bauarbeiten, aber es ist ein Meilenstein erreicht“, sagte Investor Franz Fürst in seiner Begrüßung und sprach damit den Bewohnern der angrenzenden Stadtgebiete aus dem Herzen, die schon jetzt ihre lang ersehnten Einkaufsmöglichkeiten haben. Neben den Einzelhandelsgeschäften, Drogeriemärkten und Banken finden in einem Untergeschoss zwischen Tiefgarage und Stadtbahn auch zwei Supermärkte Platz.

Schon am ersten Tag ist das Quartierszentrum voller Menschen

Nicht nur für Anwohner sind die neuen Läden mit direkter Anbindung an das Nahverkehrsnetz eine große Verbesserung. Die 17 Jahre alte Jana Köpke aus Feuerbach freut sich besonders über Einkaufsmöglichkeiten auf dem Killesberg. „Ich gehe auf die Waldorfschule in der Nähe und in der Mittagspause kann ich hier jetzt endlich etwas zum Essen kaufen“, sagt sie. Ihre Mitschülerin Liz Telgner (16) aus Ludwigsburg gibt ihr recht: „Deshalb werden wir jetzt auch öfter hierher kommen.“ Der 14-jährige Anton, der auf das Hölderlingymnasium geht, wohnt mit seinen Eltern in der Nähe. Er freut sich jetzt schon auf die Vorteile, die er in Zukunft hat: „Für mich ist es vor allem toll, dass es hier eine Bank gibt und ich nicht mehr weit laufen muss.“

Schon am ersten Tag ist das Quartierszentrum voller Menschen, und auch in Zukunft soll es so weitergehen. „Wir wollten hier etwas für die Gemeinschaft schaffen, wo Menschen im Grünen wohnen können und trotzdem am städtischen Leben teilhaben können“, sagt Fürst. Eine Treppe, die vom neuen Quartier in den Höhenpark führt, soll künftig ein „Element des Lebens“ sein.

Im April sollen die Wohnungen übergeben werden

Dass die schneeweißen Bauten ein wenig an die Weißenhofsiedlung erinnern, ist kein Zufall. „Franz Fürst hat einmal gesagt, wir müssen das architektonische Erbe der Siedlung weiterführen“, sagt der beteiligte Architekt Manfred Ortner. „Und wie damals haben auch bei der Killesberghöhe viele Menschen mit unterschiedlichen Ideen zusammengearbeitet.“ Die Arbeit der Planer kam bei den Stuttgartern gut an: „80 bis 90 Prozent der Eigentumswohnungen haben wir schon jetzt verkauft“, sagt Franz Fürst, der rund 160 Millionen Euro in das Projekt investiert hat. „Wir bekommen aber permanent Anfragen von Interessenten, die Wohnungen von uns kaufen wollen.“

Im April sollen die Wohnungen übergeben werden. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster ist schon jetzt zufrieden mit den ersten Ergebnissen auf dem alten Messegelände. „Auf den 30 Hektar Fläche ist jetzt ein Stück neuer Killesberg entstanden“, sagt er. Schön sei, dass die neuen Bewohner nicht nur schnell von A nach B kommen könnten, sondern vor allem auch Ruhe finden würden. „Wichtig ist vor allem die gute Stadtbahnanbindung, die wir hier haben“, sagt er.

Wenn die letzten Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird sich Bauentwickler Fürst wieder anderen Aufgaben und Projekten zuwenden. Zunächst aber nicht mehr in Stuttgart: „Wir haben hier ein tolles Team, und wenn es ein interessantes Bauprojekt gibt, werde ich es mir überlegen“, sagt er. „Im Moment habe ich aber Anfragen aus ganz Deutschland.“

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