Kickers-Kapitän Landeka „Es kann nicht immer der Trainer an allem Schuld sein“

Von Jürgen Frey 

Es läuft noch nicht rund für die Kickers und Kapitän Josip Landeka: In den letzten drei Punktspielen gab es null Punkte und 1:11 Tore. Foto: Baumann
Es läuft noch nicht rund für die Kickers und Kapitän Josip Landeka: In den letzten drei Punktspielen gab es null Punkte und 1:11 Tore. Foto: Baumann

Josip Landeka ist der erfahrenste Spieler im Kader. Vor dem Spiel gegen Schott Mainz äußert sich der Kapitän zur aktuell schwierigen Lage, den Trainer und den Traditionsverein Stuttgarter Kickers.

Stuttgart - Jospip Landeka (30) ist der erfahrenste Spieler im Kader des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Der Bedeutung des Heimspiels an diesem Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen den TSV Schott Mainz ist sich der Spielführer nach zuletzt null Punkten und 1:11 Toren aus den letzten drei Punktspielen bewusst: „Wir werden alles tun, um diese drei Punkte zu holen und werden den Gegner garantiert nicht unterschätzen.“

Herr Landeka, wie würden Sie die aktuelle Lage bei den Kickers vor dem Heimspiel gegen Schlusslicht Schott Mainz beschreiben?
Wir durchleben mit unserer jungen Mannschaft in dieser Saison die erste Durststrecke. Am Samstag möchten wir eine kämpferische Leistung erbringen, damit drei wichtige Punkte herausspringen. Ob es das schönste Spiel der Saison wird, ist zweitrangig. Fest steht: Wir werden versuchen alles abzurufen, damit wir wieder in die Erfolgsspur kommen.
Nach dem 2:1-Sieg gegen Waldhof Mannheim gab es Hoffnung, dass die Mannschaft weiter nach oben klettert. Warum kam es danach zum Einbruch?
Dass es mit unserer neu formierten und mit Spielern aus dem Nachwuchs zusammen gesetzten Gruppe nicht nur nach oben gehen wird, überrascht mich nicht. Zumal wir auch gegen den Tabellenführer und Tabellenzweiten gespielt und in den letzten Tagen in David Müller, Chris Ortag und Mijo Tunjic drei Achsenspieler verloren haben. Nun ist es auch meine Aufgabe als Kapitän, die Mannschaft mental so hinzubekommen, dass wir wieder punkten. Deshalb sehe ich die aktuelle Situation auch gleichzeitig als Chance.
Als Chance?
Ja, als Chance, aus unseren Fehlern zu lernen und uns weiterzuentwickeln. Talent und Qualität hat unsere Mannschaft und jedem Einzelnen muss klar sein, dass er für einen großen Verein spielt und sich dafür voll einbringen sollte.
Großer Verein? Die Kickers sind fast in die Oberliga abgestiegen, aktuell Regionalliga-Elfter. Für Tradition gibt’s keine Punkte.
Das stimmt. Aber dennoch muss es für jeden Spieler eine Ehre und gleichzeitig Verantwortung sein, bei diesem Verein zu spielen, auch wenn es aktuell nur in der vierten Liga ist und wir finanziell nicht mit den Topclubs mithalten können.

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