Kettenbrief auf Facebook Angebliches „Grüß Gott“-Verbot erzürnt Bürger

Von StN/dpa 

Massenmail zum angeblichen „Grüß Gott“-Verbot an Schulen als digitaler Wiedergänger - schon 2011 wurde das Gerücht verbreitet und umgehend vom Staatsministerium dementiert. Jetzt ist es wieder auf Facebook aufgetaucht.

Stuttgart - Massenmails gibt es immer wieder im Internet - und manche Gerüchte sind auch nach Jahren nicht totzukriegen. Beispielsweise der Kettenbrief, der schon im Jahr 2011 zahlreiche Baden-Württemberger mitten ins Herz getroffen hat: Der Staat habe an allen Stuttgarter Schulen das traditionelle „Grüß Gott“ verboten, hieß es dort. Schließlich könne der Gruß die muslimischen Mitschüler beleidigen. Viele Bürger waren schon damals erbost und schickten der Landesregierung eine Beschwerde nach der anderen.

Land gibt Entwarnung: Grüß Gott-Verbot undenkbar

Das Land konnte damals allerdings schnell Entwarnung geben, das Staatsministerium reagierte sofort: „Eine Anweisung gegen das „Grüß Gott“ ist in Baden-Württemberg undenkbar. Und es haben sich im übrigen auch nie Muslime darüber beschwert, dass im Namen Gottes gegrüßt wird“, hieß es damals aus dem Staatsministerium.

An diesem Sachstand hat sich auch im Jahr 2013 nichts geändert - auch wenn die olle Kettenmail in heißen Wahlkampfzeiten wieder aus der digitalen Versenkung gezogen wurde und derzeit auf Facebook vermehrt die Runde macht. Am besten dagegen hilft: Denjenigen, der diese Mail verbreitet darauf hinweisen und so dazu beitragen, dass ein bisschen weniger Kettenbrief-Spam in Umlauf kommt.

 

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