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Keine Nachtbusse mehr S-Bahnen fahren künftig auch nachts

Von Alexander Ikrat 

Von Dezember 2012 an sollen S-Bahnen Kunden  in den Nächten zu Samstagen, Sonntagen und Feiertagen  in die Region nach Hause bringen. Foto: dpa (Symbolfoto)
Von Dezember 2012 an sollen S-Bahnen Kunden in den Nächten zu Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in die Region nach Hause bringen.Foto: dpa (Symbolfoto)

Zumindest an Wochenenden lösen ab Dezember 2012 Züge die Nachtbusse ab.

Stuttgart - Die Nachtbusse in die Region werden abgeschafft. Von Dezember 2012 an sollen S-Bahnen Kunden in den Nächten zu Samstagen, Sonntagen und Feiertagen in die Region nach Hause bringen. Dadurch soll erstmals auch der Flughafen von allen Linien aus bis gegen 4.30 Uhr erreichbar sein. Die SSB-Nachtbusse für das erweiterte Stadtgebiet fahren dagegen weiterhin, dann sogar in den Nächten von Donnerstag auf Freitag.

Der regionale Verkehrsausschuss hat die Neuerung einstimmig und gegen einige Bedenken der Landkreise beschlossen. Die Kreise Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Rems-Murr hatten dem S-Bahn-Konzept entgegengesetzt, dass mit dem Nachtbus mehr Stationen erreicht werden. So fahren etwa Busse der Linie N 70 vom Schlossplatz aus nicht nur bis zum S-1-Endpunkt Herrenberg, sondern weiter bis Bondorf. Auch der N-10-Endpunkt Nürtingen wird künftig nicht mehr durch den regionalen Nachtverkehr abgedeckt. Die Kreise sehen erhebliche Mehrkosten durch eigene Nachtbuslinien auf sich zukommen.

Busse unbeliebter geworden

Ungeachtet dessen werden die ersten Nacht-S-Bahnen zum Fahrplanwechsel im Dezember kommenden Jahres in die Region hinausfahren, und zwar zwischen 1.45 Uhr (S 3 nach Vaihingen) und 2.35 Uhr (S 3 nach Backnang). Bisher fahren die letzten S-Bahnen am Wochenende und vor Feiertagen gegen 1 Uhr in die Region. Weitere Züge werden gegen 3.30 Uhr und 4.30 Uhr starten.

Dem Verband Region ist der Ausbau des Nachtverkehrs jährlich rund 1,6 Millionen Euro wert. Der bisherige Betrieb der regionalen Nachtbusse kostete gut 500.000 Euro pro Jahr. Die Busse sind inzwischen aber so voll, dass die Zufriedenheit der Fahrgäste nach Umfragen zuletzt stark abgenommen hat.

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