Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren

Kein Programm auf Augenhöhe möglich

"Fellbach und Rems-Murr-Kreis", vom 18.05.2010 04:31 Uhr
Fellbach. Der Gemeinderat hat eine Pécs-Reise kurzfristig abgesagt. In Ungarn hätte es keine Gesprächspartner gegeben. Von Gerhard Brien

Eigentlich wollte der Fellbacher Gemeinderat Ende vergangener Woche nach Pécs reisen. Der Ausflug in die ungarische Partnerstadt, die in diesem Jahr europäische Kulturhauptstadt ist, wurde allerdings kurzfristig abgesagt.

Die Unsicherheiten um die Flugmöglichkeiten wegen der Aschenwolke aus Island waren nicht der alleinige Grund, sagte Marion Maiwald, die persönliche Referentin von Fellbachs OB Christoph Palm, auf Anfrage. Hauptgrund sei gewesen, dass es kaum Gesprächspartner gegeben hätte. Denn der erste Mann im Pécser Rathaus, Zsolt Páva, befand sich zeitgleich bei der Weltausstellung in Shanghai. Und in Budapest wurde das neue Parlament eröffnet, in dem zahlreiche Pécser Gemeinderäte vertreten sind. So war es schwierig, "ein hochwertiges Programm auf Augenhöhe zu organisieren", sagte Marion Maiwald. Geplant war beispielsweise eine gemeinsame Sitzung der beiden Stadtparlamente, was nun nicht mehr möglich war. Das sei nicht die Schuld von irgendjemand, so Maiwald, sondern einfach eine schwierige Situation.

So wurde der Ausflug verschoben. "Ein Gemeinderat in so großer Zahl mit drei Bürgermeistern macht natürlich keine Sightseeingtour nach Pécs", sagte Maiwald. Eine offizielle Reise ist für dieses Jahr nicht mehr geplant. Allerdings wird sich der ehemalige Fellbacher OB Friedrich-Wilhelm Kiel am kommenden Wochenende im Zusammenhang mit dem Jubiläum des Lenau-Hauses in Pécs aufhalten. Und Christoph Palm wird am Donnerstag zur Beerdigung des ehemaligen Pécser Oberbürgermeisters Lázslã Toller nach Ungarn fliegen. Im nächsten Jahr wird das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Fellbach-Pécs gefeiert, da soll es dann wieder offizielle Delegationen geben. Und die Kulturhauptstadt, die sich derzeit vor allem in Form von Baustellen präsentiert, wird dann vielleicht fertig sein.

Erst im Februar hat der Fellbacher Gemeinderat die Förderung von einigen Projekten zum Kulturhauptstadtjahr in Pécs beschlossen, nachdem zuvor Angebote für inhaltliche und finanzielle Beteiligung wenig Interesse in der Partnerstadt in Ungarn gefunden hatten. Den Grund sieht Fellbachs OB Palm in den "tragischen Ereignisse auf dem Pécser Rathaus" und den daraus folgenden politischen und organisatorischen Wirrungen. Während der Vorbereitungen auf das Jahr 2010 hat Pécs zwei Oberbürgermeister verloren.

Kommentare (0)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen


Anzeigen
Anzeige
Nachrichtenticker
09:22   Putschversuch auf den Malediven
09:19   Kältetoter in Niedersachsen
09:12   Bahr will Pflege-WGs fördern
08:43   NBA-Veteran Kobe Bryant: Meilenstein trotz Niederlage
07:59   Erneute Anschlagserie von Islamisten in Nigeria
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Interaktiv
  • Umfrage
120205_ar_Polizei-Max-Eyth-See._007

Weil immer wieder Besucher auf die eisige Oberfläche wollten, musste die Polizei am Sonntag den Stuttgarter Max-Eyth-See sperren. Finden Sie das richtig?

 
Ja sicher, die Eisschicht kann doch jederzeit brechen
Weiß nicht. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er sich aufs Eis wagt
Das ist übertrieben. Man wird dort ja wohl mal Schlittschuhlaufen dürfen
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise