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Juliane Walter wird Favoritenrolle gerecht

"Marbach und Bottwartal", vom 08.02.2012 02:30 Uhr
Steinheim Die 14-Jährige vom JudoTeam Steinheim sichert sich bei den süddeutschen U17-Meisterschaften in Kirchberg den Titel in der Klasse bis 44 Kilogramm. Jana Scheffold und Catrin Schopper holen Bronze.

Bei den Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Jugend unter 17 Jahren sicherte sich Juliane Walter vom JudoTeam Steinheim überlegen die Goldmedaille in der Kirchberger Sporthalle. Jana Scheffold und Catrin Schopper vom ausrichtenden Verein nutzen ebenfalls den Heimvorteil und erkämpften eine Bronzemedaille in ihren Gewichtsklassen und lösten somit ebenfalls Tickets für die Deutschen Einzelmeisterschaften am 25. Februar im hessischen Neuhof.

In der Klasse bis 44 Kilogramm startete Juliane Walter mit einem vorzeitigen Sieg gegen Rebecca Richter vom TV Heitersheim mit O-Uchi-Gari - einer großen Innensichel - in die Meisterschaft. Mit gleicher Technik kam sie gegen Lisa Kretschmer vom TSV Altenfurt nach nur 14 Sekunden zum Erfolg. Gegen die bayrische Meisterin Antonia Freytag vom TSV München-Großhadern hatte es das Steinheimer Judotalent im Halbfinale etwas schwerer. In der vierminütigen Kampfzeit erzielte sie aber die entscheidende Wertung mit ihrer Spezialtechnik, dem Uchi-Mata - Innenschenkelhüftwurf. Im Finale zwang sie die badische Nummer eins, Mona Frühauf vom JSC Heidelberg, mit einer Würgetechnik zur Aufgabe und konnte sich über die Goldmedaille vor heimischen Publikum freuen.

In der Klasse bis 40 Kilogramm legte Jana Scheffold schon nach 30 Sekunden Christiane Hämmer vom TSV Kirchdorf mit einem Harai-Goshi - Hüftfeger - auf die Matte. Sahrah Herrmann konnte das Steinheimer Superleichtgewicht noch nicht besiegen. Nach einem guten Kampfverlauf zog sie durch einen Schulterwurf den Kürzeren. Im kleinen Finale brachte Scheffold mit einem Uchi-Mata Larissa Mack vom DJK Aschaffenburg zu Fall. Damit hatte die 13-jährige nicht nur eine Bronzemedaille, sondern auch ein Ticket für die nationalen Titelkämpfe gelöst.

Die dritte Fahrkarte an diesem Tag löste Catrin Schopper in der Klasse bis 48 Kilogramm. Schopper startete nicht optimal. Gleich im ersten Kampf musste sie eine Niederlage gegen die spätere süddeutsche Meisterin, Barbara Ertl vom TV Lenggries, durch Hüftwurf einstecken. Schopper musste nun durch die lange Trostrunde. Weiter vier Kämpfe warteten auf sie. Gegen Sina Angeli vom TV Bruchhausen und Monika Benning vom SC München kam sie mit ihrer Lieblingstechnik, dem Uchi-Mata zum Erfolg. Die Konterspezialistin Jana Ziegler vom TSV Abensberg brachte sie mit einem schönen O-Uchi-Gari zu Fall.

Interessant wurde es im Kampf um Platz drei: Gegen Lucy Kallenbach vom JZ Heubach hatte Schopper in den beiden vorangegangen Meisterschaften zwei knappe Niederlagen durch Kampfrichterentscheid einstecken müssen. Mental stark ging die Steinheimer Sportlerin in die Begegnung und dominierte das Kampfgeschehen über weite Strecken. Wieder brachte die vierminütige Kampfzeit keine Zähler, und somit ging es in die Verlängerung. Dort gelang Catrin Schopper ein fulminanter Uchi-Mata und sie wurde durch ihren Aktionismus mit Bronze belohnt.

Simon Lay hatte Pech: Nach zwei Siegen verlor er das Halbfinale durch 1:2-Kampfrichterentscheid gegen den bayrischen Meister Dominic Ennerst vom TSV Abensberg. Im Kampf um Platz drei konnte Lay verletzungsbedingt nicht mehr antreten, und damit konnte er auch keine Fahrkarte zur DM lösen. Lena-Sophie Rehn zeigte im Ansatz gute Kämpfe, schied aber aus. red

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