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Mannheim Kachelmann frei - Prozess in Gefahr?

Frank Krause, vom 29.07.2010 17:47 Uhr
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Mannheim - Jörg Kachelmann ist frei – zumindest vorerst. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat am Donnerstag überraschend den Haftbefehl gegen den ARD-Wettermoderator aufgehoben. Ob und wann es nun zum Prozess kommt ist offen.

War es sein eigener Wunsch oder war es ein Fehler der Justizvollzugsanstalt Mannheim? Als Jörg Kachelmann am Donnerstagmittag um 13.30 Uhr das Gefängnis verlässt, wartet draußen bereits eine Armada von Fotografen und Kamerateams. Es ist die Öffentlichkeit, die Kachelmann vier Monate nicht hatte. Der 52-Jährige ist frisch rasiert, trägt ein weißes T-Shirt, wirkt entspannt. Er selbst schweigt. Nur sein Anwalt Reinhard Birkenstock jubiliert über das Ende der Untersuchungshaft. „Gott sei Dank, es gibt noch Richter.“ Er danke allen, die Kachelmann „auf dieser harten Strecke der ungerechten Haft und der persönlichen Verunglimpfungen unterstützt“ hätten. Sein Dank gelte auch den Mitgefangenen und den Mitarbeitern des Gefängnisses „für die faire Behandlung“. Und als ob das nicht klar genug ist, nimmt Kachelmann einen Justizangestellten zum Abschied in die Arme.

Kachelmann beteuerte stets seine Unschuld

Es sind jene Minuten, in denen einer der spektakulärsten deutschen Justizfälle eine nicht minder überraschende Wende erlebt. Kurz zuvor hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe der Haftbeschwerde Birkenstocks stattgegeben und die „umgehende Freilassung“ von Kachelmann angeordnet. Mehr noch: Der 3. Strafsenat entließ Kachelmann ohne Auflagen, weil „kein dringender Tatverdacht“ mehr bestehe. Anfang des Monats hatte sich das Landgericht Mannheim noch geweigert, den Haftbefehl gegen den ARD-Wettermoderator aufzuheben.

Doch die Karlsruher Richter trauen den Ermittlungen und Beweisen der Staatsanwaltschaft offenbar nicht. Zur Erinnerung: Kachelmann war am 20. März auf dem Flughafen Frankfurt verhaftet worden, als er von den Olympischen Spielen aus Vancouver zurückgekehrte. Vorwurf der Justiz: Er habe Anfang Februar seine langjährige Freundin in deren Wohnung in Schwetzingen vergewaltigt und mit einem Küchenmesser am Hals verletzt. Kachelmann selbst beteuerte stets seine Unschuld. Als vor wenigen Wochen das Landgericht Mannheim die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft akzeptierte und den Prozessauftakt für den 6. September terminierte, schien das Schicksal des Schweizers besiegelt.

Kommentare (29)
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AUG
22
12:44 Uhr, geschrieben von Simmsekrimsler
Sonntagsausgabe: Kachelmann geht in die Offensive
Tja, so wie die Kachelmann-Seite argumentiert (durchaus schlüssig und zunächst unwidersprochen) hat wohl Herr Machmüller mit seiner Einschätzung recht und Frau Markowitsch liegt, wie schon vermutet, mit Ihrer Vorverurteilung daneben! Das ist alles andere als schlicht, einfach und glänzend von Ihr! Was mir dazu einfällt wäre weniger schmeichelhaft aber dafür näher an der Realtät!
AUG
09
14:51 Uhr, geschrieben von Mitleser
Dieter Machmüller und Nada Markowitsch
hier ist ein öffentlicher Krieg entstanden und ich sehe in erster Linie, dass Dieter Machmüller sehr überrheblich, arrogant und geltungsbedürftige ist und Nada Markowitsch ganz schlicht, einfach und glänzend.
AUG
03
15:32 Uhr, geschrieben von Dieter Machmüller
@ Frau M a r k o w i t s c h, Sie haben es offensichtlich immer noch nicht
kapiert! Ich stelle mich nicht nur vor Kachelmann! Ich stelle mich vor alle Angeschuldigten und solcherart durch gezielte Indiskretionen seitens des Strafverfolgungsapparates in die Öffentlichkeit gezerrten und somit der Vorverurteilung ausgesetzten. Das ist heute Kachelman, war einst Vera Brühne, ist heute auch der Fall Harry Wörz, morgen vielleicht der Fall Markowitsch oder Machmüller! Verstehen Sie das nicht? Hier wird die Unschuldsvermutung, die bis zum Urteil gilt, verletzt! Hier wird zum Nachteil des Beschuldigten in dessen Persönlichkeitsrechten eingegriffen die die Fortsetzung seines bisheriges Leben unmöglich machen! Wer gibt den Strafverfolgungsbehörden das Recht hier öffentlich zu machen was Verfahrensrechtlich nicht veröffentlicht werden darf? Wer hat der Staatsanwaltschaft erlaubt der Presse mitzuteilen das Kachelmann so medienwirksam verhaftet wurde? Frau Markowitsch, wenn es ganz dumm läuft sind Sie evt. die nächste! Was dann? Wie wollen Sie sich wehren? Selbst wenn ein Gericht am Ende das Urteil spricht: Frei, wegen erwiesener Unschuld! I h r Leben ist zerstört! I h r Job ist weg! I h r e Wohnung anderweitig vermietet! "Freunde" kennen Sie nicht mehr, die Nachbarn tratschen und zerreissen sich das Maul über Sie: "...irgendwas wird wohl daran schon wahr gewesen sein" . Ihr Leben ist vollkommen auf den Kopf gestellt! Nichts ist mehr so wie es einmal war! Zum Fall Kachelmann selbst ist zu bemerken das nach meinem Kenntnisstand das "sog. Opfer" länger mit Kachelmann liiert war und somit beide übereingekommen waren diese Art der Sexualität zu frönen. Nicht mein Ding! Aber, so what else... Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und wer bin ich denn schon anderen etwas vorschreiben zu wollen! Deren Bier! Nun kommt das sog. Opfer auf einmal dahinter das Kollege Kachelmann ausser mit Ihr auch noch mit anderen Damen diese Art von Unterhaltung frönt! Sein Bier! Das sog. Opfer bittet um Aussprache und ist mit dieser höchst unzufrieden. Kachelmann beendet das Verhältnis und das Liebchen wandelt sich zum sog. Opfer aus Rache und/oder gekränkter Eitelkeit und hängt Kachelmann etwas an! Das ist auch ein vielfach belegtes Verhaltensmuster und liegt im Bereich des möglichen! Von mir weiss Ich das ich nicht dabei war und somit nur mutmassen (das Maul zerreissen kan) kann. Deshalb sage ich dazu nur abwarten was die Verhandlung erbringt! Dann weiss man hoffentlich wie die Schuldfrage beantwortet werden kann!
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