Jenny Brosinki und Ute Litzkow in der Galerie Schacher Die Waschmaschine malt mit

Von Nikolai B. Forstbauer 

Der Titel „Floating Memories“ klingt nicht nur gewollt, er ist es auch. Die Schau in der Galerie Marko Schacher – Raum für Kunst aber mit Werken der früheren Solitude-Stipendiatin Jenny Brosinski und Ute Litzkow sowie von Xianwei Zhu im Projektraum hat es in sich. Der Besuch lohnt sich.

Stuttgart - Lassen sich die Welten des Digitalen und der Malerei verbinden? Und dabei noch die Grenzen zwischen „High“ und „Low“ überwinden? Das Paket, das Ute Litzkow jetzt in Marko Schachers Raum für Kunst aufschnürt, scheint sehr groß.

Umso mehr überrascht das Ergebnis vor allem auf großformatiger Leinwand. Die in Berlin lebende ­gebürtige Rostockerin zerlegt mit Vorliebe die ja hoch verdichteten Szenerien japanischer Landschaftskunst. Diagramm-Fragmente verbinden sich neu, deuten an, realisieren die Kunst des präzise Ungefähren.

Für die gültige Antwort ist die frühere ­Solitude-Stipendiatin Jenny Brosinski zuständig. Nicht weniger risikoreich ist ihr vor aller Bildentwicklung gepacktes Gepäck: Materialbild und Abstraktion. Gehörige ­Gewichte. Brosinski ist entsprechend vorsichtig, entsprechend kritisch – und legt buchstäblich noch einen Reinigungsvorgang ein. Waschmaschine und Trockner sorgen für den Zeitsprung in die 1960er Jahre und zurück in die Gegenwart. Überzeugender ist Brosinski jedoch, wenn sie in bewusster Leere sparsam gesetzten unterschiedlichen Farbmaterien vertraut.

Im Projektraum zu sehen: Werke von Xianwei Zhu. ­

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