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Islamisten drohen Der Heilige Krieg auf dem Balkan

Franz Feyder, vom 17.10.2011 18:11 Uhr
Der bosnische Reporter Esad Hecimovic Foto:
Der bosnische Reporter Esad Hecimovic Foto:
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Sarajewo/Stuttgart - Einfach sterben lassen ist noch das harmloseste, was da im Internet dem Reporter gewünscht wird. Natürlich sind es anonyme Drohungen. Von Sultan, Albatros und vielen anderen. Abgeschossen aus dem virtuellen Dschungel. Seitdem Esad Hecimovic über die Verbindungen bosnischer Islamisten nach Deutschland berichtet hat, verändert sich sein Leben: "Ich habe Angst - um mich, aber vor allem um meine Familie."

Mit der lebt der muslimische Reporter der angesehenen bosnischen Tageszeitung "Oslobodjne" im zentralbosnischen Zenica. In genau der Stadt, in der die salafistische Organisation Poziv u Raj - Einladung zum Paradies - ihren Sitz hat. Am vergangenen Wochenende wollten die sehr konservativen Muslime vom Balkan gemeinsam mit ihren deutschen Glaubensbrüdern zunächst bei Fulda, dann bei Erfurt ein Islamseminar abhalten. Die durch unsere Zeitung angestoßene Berichterstattung vieler Medien führte jedoch dazu, dass der Braunschweiger Prediger Mohammed Seyfundin Ciftci seine Workshops absagte.

Nicht ohne Folge für Esad Hecimovic. Der hatte in unserer Zeitung gesagt, dass die extremistischen Missionare "versuchen in Bosnien eine Unterstützungsbasis für europäische Salafisten aufzubauen, indem sie Programme für Familien islamistischer Aktivisten und Kriegsveteranen" anbieten. Zudem hatte er ein Interview mit dem hessischen CDU-Politiker und Muslimen Ismail Tipi veröffentlicht. Der Inhalt: Der Landtagsabgeordnete machte deutlich, dass er die Mehrheit der Muslime durch die Verbreitung der salafistischen Lehre bedroht glaubt. Die deutschen Sicherheitsbehörden sehen unisono in dieser Glaubensrichtung eine Gefahr für die freiheitlich demokratische Grundordnung.

In islamistischen Diskussionsforen brechen alle Dämme

Wie sehr sie mit dieser Einschätzung recht haben, zeigen die Todesdrohungen gegen den 48 Jahre alten Journalisten. Die begannen, nachdem am Freitag das salafistische Magazin SAFF in Bosnien erschien. Gleich sechsmal wurde der Name Hecimovics prominent in einem Artikel genannt, der die Harmlosigkeit der Organisation Poziv u Raj belegen soll. Der Vorwurf: Hecimovic habe in dem Interview mit Tipi "die falschen Fragen gestellt". Und: Er habe nicht über die Passagen einer Presseerklärung berichtet, in der Missionare ihre Friedensliebe beteuerten.

"Solche Veröffentlichungen fordern auf dem Balkan in der Regel radikale Kräfte auf, sich zerstörerisch mit dem genannten Menschen auseinanderzusetzen", sagt ein Sprecher der föderativen Polizei in Sarajewo. Seitdem erscheinen des SAFF-Artikels brechen in den islamistischen Diskussionsforen alle Dämme: Beschimpfungen und die Androhung von Prügel sind harmlose Einträge. Radikale wollen "diesem Schwein den Kopf abschlagen und die Därme herausreißen". Steinigen ist für andere "noch viel zu harmlos für diesen Kufir" - diesen Ungläubigen.

Semir Imanovic, Chefredakteur der SAFF, möchte sich nicht dazu äußern, warum er Hecimovic wegen seiner Berichterstattung anprangert. Die Redakteure verharmlosen in derselben Ausgabe den Übergriff von Mitgliedern der Poziv u Raj im Frühjahr 2010 auf katholische Nonnen als "von Kroaten inszeniert". Die bosnische Organisation ist eng mit Mohammed Seyfundin Ciftci verbunden, der besonders in Baden-Württemberg aktiv ist, um neue Anhänger für seine salafistische Interpretation des Islam zu gewinnen. Aber auch andere "Stars" der deutschen Szene treten regelmäßig bei Einladung zum Paradies auf: der Kölner Prediger Pierre Vogel, der seit einigen Wochen seine Islamkenntnisse in Ägypten vertiefen will.

In einer Studie der University of Pennsylvania wird nachgewiesen, dass 84 Prozent der weltweit gewaltbereiten salafistischen Mudschaheddin sich am Heiligen Krieg beteiligen. Sie scheinen einen neuen Kriegsschauplatz gefunden zu haben. Er liegt elf Autostunden entfernt von Stuttgart. In Zenica, der Heimatstadt von Esad Hecimovic.

Kommentare (3)
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OKT
19
13:50 Uhr, geschrieben von weinzahn
...ismus
Man darf dem Foristen "Antislamist" nachfühlen, wenn er seinen Klarnamen nicht nennen will. Insbesondere, wenn man selbst erfahren hat, wie das ist, wenn einem mitgeteilt wird, dass man wisse, wo die Familie wohne. Explizit deswegen, weil man aus gegebenem Anlass, das Steinigen "untreuer" Frauen im Ethikunterricht thematisiert hat. Die unlängst unduldsam gegen den guten alten Sarrazin geführte Pressekampagne (incl. der vereinigten deutschen Kabarettisten - dabei sind da ja eigentlich gute Leute dabei) zeigt eine phobiehafte Blindheit gegen die vom Foristen angesprochene Entwicklung. Man will ja seine vielleicht latent vorhandene Islamophobie nicht ausleben, da man ja ahnt, dass es sich nicht um eine solche handelt. Ismus im Islam ist nicht auf den Salafismus beschränkt!
OKT
18
12:02 Uhr, geschrieben von Antiislamist
Der Kommentator irrt wenn er die geschilderten Probleme allein bei den Salafisten verortet. Der ganze Islam ist per Schrifttum und Selbstverständnis der Muslime meistens mehr denn weniger betroffen.
Das haben hier in Europa und dem Rest der freien westlichen Welt nur noch nicht alle begriffen. Für die Mehrheit der Menschen in den freien, säkularen, autochthonen Gesellschaften ist, aus der Erfahrung der letzten Jahrzehnte, ganz einfach die Einschätzung so: Islam ist wie Christentum und Judentum (usw. und so fort) Religion, also Sache des einzelnen und unterliegt staatlicher Oberaufsicht und Kontrolle. Säkularisiert und domestiziert also. Und dank Aufklärung weiss man was man davon zu halten hat. Auswüchse hi und da (Kruzifix-Frage, Ornat im Unterricht bei konfessionellen Schulen usw.) aber im großen und ganzen stimmt die Richtung: man geht an den Hochfeiertagen (Weihnachten, Neujahr, Ostern, Hochzeit, Taufe usw. ) in die Kirchen, lässt sich seelisch in Stimmung bringen, ansonsten aber lässt man den Pfaffen einen guten Mann sein. Die Mehrheit der Deutschen sind nun einmal Feiertagschristen. Nach meiner Meinung und Erfahrung vollkommen ausreichend. Jährlich um die 300.000 Austritte sprechen eine deutliche Sprache. All das trifft auf den Islam nicht zu! Er ist straff organisiert und wird im Innern (der Ummah=Gemeinschaft der Gläubigen) brutalst gegen jedwede Aufweichung der Grundprinzipien ((Kein Pluralismus: es gibt nur einen Gott und Rechtglauben und das ist der Islam. Er, Allah, (oder seine ???ausführenden Organe???) sind der einzigst zulässige Gesetzgeber (Scharia), Richter und Scharfrichter (Körperstrafen sind gang und gebe: steinigen, Hände abhacken, Prügelstrafe usw.)). Der Islam strebt die Weltherrschaft an unter dem Schariarecht verbindlich für alle Menschen. Anders- und Ungläubige sind auszumerzen (O-Ton Koran) oder haben sich zu unterwerfen (konvertieren! Alle anderen Formen der Unterwerfung (leben als wert- und rechtloser Dhimmi oder Kufr ist nicht leicht siehe Kopten u.a. in Islamischen Ländern) sind nicht Zielführend. Das was dem Journalisten in obigem Beitrag angetan wird ist nicht einmalig sondern Regelfall: das (Mund)Tot machen von Kritikern. Es gibt da mehr als eine Handvoll bekannte Fälle. Das ist das was mich auch veranlasst zum Thema nur noch mit Synonym zu schreiben. Auch ich bin schon angegangen worden (telefonisch) und im Gespräch/kontroverse Diskussion/sog. interkultureller Dialüg. Ich kann nur sagen liebe Leser beschäftigt euch mit den "Glaubensgrundsätzen" dieser Ideologe (und nichts anderes ist der Islam...) sonst werdet Ihr es in wenigen Jahren bitter bereuen! Nicht von ungefähr kommt die Paralellitaet des Umgangs mit den Menschen anderen (Un-)Glaubens wie die im Vorfeld des 1000 jährigen Reiches: auch dort wurden missliebige Stimmen aus dem "Volkskörper" entfernt und alles gleichgeschaltet. Dasselbe droht wieder wenn nicht gegengehalten wird. Also, liebe Leute, lest euch ein! Alle Informationen stehen heutzutage, anders als zu Adolfs Zeiten, frei und ausreichend zur Verfügung.
OKT
18
11:17 Uhr, geschrieben von Eurakel
Personenschutz?
Ich hoffe, der Journalist bekommt Personenschutz! Eine freie und unabhängige Presse ist ein unabdingbarer Faktor für eine funktionierende Demokratie. "Solche Veröffentlichungen fordern auf dem Balkan in der Regel radikale Kräfte auf, sich zerstörerisch mit dem genannten Menschen auseinanderzusetzen" Das ist ja leider nicht nur auf dem Balkan so. Wer den Islam kritisiert, lebt auch in der EU nicht ungefährlich. Siehe Jyllandsposten in Dänemark. Den Papst darf natürlich jeder ungestraft kritisieren... Das Problem ist, dass die arabischen Staaten 11 Jahre hintereinander bei der UNO eine Resolution verabschieden ließen, die ein "Kritikverbot" für den Islam beinhaltete. Der Islam war die einzige Religion, die weltweit nicht kritisiert werden durfte. Dieses Verbot wurde im Frühjahr 2011 aufgehoben. Religionskritik ist ein Bestandteil der Meinungsfreiheit. Ohne die Freiheit zur Religionskritik gibt es keine echte Religionsfreiheit und keine Verwirklichung der Menschenrechte. Religionskritik gab es in jeder Religion von Anfang an. Auch im Islam. Sonst wären die verschiedenen Rechtsschulen gar nicht erst entstanden. Heute wird Kritik am Islam aus POLITISCHEN Gründen unterdrückt. Und zwar nicht nur in islamischen Ländern, wo man dann als "Apostat" (vom Glauben Abgefallener) gilt und unter Umständen die vom Koran vorgeschriebene Todesstrafe zu erwarten hat. Auch in der EU gibt es politische Unterdrückung der Islamkritik. Gerne wird in Deutschland gegen Islamkritiker die "Nazikeule" geschwungen. Islamkritik sei der erste Schritt in einen "Holocaust gegen die Muslime". Auf der anderen Seite will die Politik islamische Religion als Schulfach einführen. Bekommen Schüler, die kritische Fragen stellen, dort eine 6? In Österreich wurde Elisabeth Sabaditsch-Wolf zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in einem Seminar Mohammed mit Pädophilie in Zusammenhang brachte. Mohammed heiratete eine 6-Jährige und vergewaltigte sie mit 9 Jahren. In Österreich ist es strafbar, das als Pädophilie zu bezeichnen, da Mohammed ja auch ältere Ehefrauen gehabt habe. Man kann sich mittlerweile wirklich nur noch an den Kopf packen. Das Phänomen nennt man "vorauseilenden Gehorsam" und dieses Phänomen ist in der Politik weit verbreitet. Leuten wie Geert Wilders und Thilo Sarrazin ist es zu verdanken, dass weiterhin öffentlich der Koran und die ungeregelte Einwanderung thematisiert werden. Sie bezahlen dafür aber einen hohen Preis. So wie der bosnische Journalist, der jetzt Angst um seine Familie hat. Dass der Islam damit sein ohnehin schlechtes Image immer weiter zerstört, scheint die Fanatiker nicht zu interessieren. Von uns verlangt man Toleranz. Toleranz für Intoleranz geht aber einfach zu weit!
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