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Investition Noch fehlt dem neuen Domizil das Gesicht

Otto-H. Häusser, 21.11.2012 08:00 Uhr
Die Stadtwerke Filderstadt wollen in ein anderes Gebäude in Bonlanden ziehen. Vorher muss das Objekt, in dem bisher Maschinen produziert wurden, fast vollkommen umgebaut werden.

Bonlanden - Jetzt sind die Architekten gefragt. Sie müssen verschiedene Planvarianten für das neue Domizil der Stadtwerke in der Raiffeisenstraße 40 entwickeln. Der städtische Eigenbetrieb hatte das Gebäude bei einer Zwangsversteigerung erworben. Hintergrund ist, dass der bisherige Sitz des Versorgungsbetriebs in Sielmingen keine Expansion zulässt. Sollten die Stadtwerke nach einem Kauf der Strom- und Gasnetze weitere Aufgaben hinzubekommen, wäre das Haus an der Brühlstraße auf jeden Fall zu klein.

Am neuen Standort in Bonlanden ist der nötige Platz zwar vorhanden, die bisherige Raumaufteilung passt jedoch nicht zum Bedarf der Stadtwerke. Das Gebäude wurde von einer Firma genutzt, die mit der Produktion von Etikettiermaschinen ihr Geld verdient. Deshalb bietet das Gebäude auch einen relativ kleinen Verwaltungstrakt, dafür aber eine relativ große Produktionshalle.

Umfassende Untersuchung

Während einer Besichtigung der Räumlichkeiten am Montag wurde den Stadträten des Betriebsausschusses Stadtwerke schnell klar, dass wesentliche Umbauten erforderlich werden. Die Halle könne in der jetzigen Form nicht genutzt werden, so die Erkenntnis der Räte. „Man muss deshalb prüfen, ob eine Zwischendecke eingezogen werden kann“, erklärte bei der anschließenden Sitzung des Ausschusses im Plattenhardter Rathaus Alfred Weinmann (SPD). Dabei komme es auch auf die Statik an. „Es muss auch untersucht werden, ob das Gebäude verkauft werden soll und man woanders baut.“

Ähnlich äußerte sich Rolf Kurfess (FW). „Es ist alles möglich – von abreißen bis aufstocken“, sagte er. Wichtig sei, dass ein Konzept erarbeitet werde, auf dessen Grundlage die Planung entwickelt werden könne. „Planen Sie und fragen Sie das Baurechtsamt was möglich ist“, sagte Kurfess zu den Verantwortlichen der Stadtwerke. „Ich bin gespannt was man dort alles machen kann“, sagte Johannes Jauch (FDP). Er habe große Zweifel, ob das Gebäude für die Stadtwerke nutzbar sei. Als ideal stufte Jauch den Standort ein. Mit dem Anschluss an die Bundesstraße 27 sei er sehr verkehrsgünstig gelegen. Hinzu komme, dass das neue Betriebsgebäude nicht mehr im Wohngebiet liege und deshalb keine Nachbarn gestört würden.

Entscheidung im Juni

Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Walter Schweizer, sagte, dass nun verschiedene Varianten für einen Umbau des Gebäudes erarbeitet würden. Im März sollen die Pläne dem Betriebsausschuss vorgestellt werden. Im Juni könne dann bei der übernächsten Sitzung eine Entscheidung getroffen werden.

Auf die Frage von Armin Stickler (Grüne/FFL) nach der Zukunft des bisherigen Stadtwerke-Gebäudes sagte Bürgermeister Andreas Koch, dass die Überlegungen dazu im Gang seien. Damit sei das Planungsamt beauftragt. Beide Projekte müssten parallel entwickelt werden.

 
 
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