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In der Solarliga spielt Leonberg im Mittelfeld

"Strohgäu Extra", vom 09.09.2010 02:41 Uhr
Leonberg Der Energiekreis bringt weitere Fotovoltaikanlagen mitErfolg voran. Von Lisa Bittner

Bereits zum zehnten Mal hat die deutsche Meisterschaft der Solarbundesliga stattgefunden. Der Energiekreis der lokalen Agenda 21 in Leonberg hat erfolgreich daran teilgenommen und eine Urkunde ausgestellt bekommen. Die erreichte Punktzahl hatte sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Insgesamt 40 Punkte verhalfen Leonberg zum achten Platz im Landkreis Böblingen. Damit konnte sich Leonberg vor Herrenberg, Waldenbuch, Holzgerlingen und Böblingen platzieren.

Verbessern konnte sich Leonberg unter anderem im Bereich Fotovoltaik (das Umwandeln von Sonnenenergie in elektrische Energie) und Solarthermie (das Umwandeln von Sonnenenergie in Wärmeenergie). Von 234 Mittelstädten bundesweit liegt Leonberg auf Platz 94.

Derzeit wird an einem neuen Projekt gearbeitet. Im Rahmen von Leo Solar 5 sollen auf die Dächer der August-Lämmle-Schule und der zusätzlich dazu genommenen Sport- und Mehrzweckhalle in Gebersheim zwei Solaranlagen installiert werden, die mit insgesamt 95 Kilowatt zu den großen Anlagen im Landkreis zählen werden. Das Projekt hat zahlreiche Interessenten gefunden, sodass insgesamt 250 000 Euro von Anlegern zur Verfügung gestellt werden. Für den Betrieb der Anlage wurde auch in diesem Fall eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.

Spätestens im November sollen die Anlagen in Betrieb genommen werden. Sie werden die bereits bestehenden vier Bürgeranlagen, die auf Betreiben der Initiative auf den Dächern der Ostertag-Realschule, des Jugendcafés Siesta und des Bauhofs (dort sind es zwei) installiert wurden, ergänzen. Bisher haben Leonberger Bürger in diese Anlagen rund 700 000 Euro investiert.

Das Dach auf der August-Lämmle-Schule, das gegenwärtig aufwendig saniert wird, bietet eine Fläche von rund 400 Quadratmetern, auf denen Fotovoltaik-Module installiert werden können. Weil das Dach nur gering belastet werden kann, können die Module nur als eine ebene Anlage montiert werden. Die Gesellschafter können damit rechnen, dass sie 20 Jahre lang 32,5 Cent pro Kilowattstunde Strom erzielen. Die Erlöse aus dem Stromverkauf im ersten vollen Jahr liegen also bei etwa 13 400 Euro. Wegen des großen Interesses an Fotovoltaikanlagen wird Leo Solar 5 nach Zustimmung durch die Stadtverwaltung um das Dach der neuen Mehrzweckhalle in Gebersheim erweitert. Dieses soll im Oktober fertiggestellt werden.

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