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Im Krankenhaus Henderförsche nakagelt

StN, vom 06.10.2011 09:35 Uhr
 Foto: dpa
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Leser Walter Pfau aus Leutenbach berichtet von einem Bauer, der einen Maurer bestellt hatte, damit dieser an seiner Staffel das Schuhputzeisen wieder mit Speis befestigt. ",Das ist ein schlechter Stein', sagt der Maurer. ,Da muss ich das Loch für den Speis mit Schnaps ausblasen, sonst hält es nicht.' Der Bauer bringt Schnaps. Der Maurer nimmt einen Mund voll, doch bevor er diesen in das Loch blasen kann, ist er schon in der Kehle verschwunden. Mit dem zweiten Schnaps geht es ebenso. Vor dem dritten Schnaps sagt der Bauer: ,I moin, des sott au so heba' - und bringt keinen Schnaps mehr."

Leserin M. Schmidt aus Leinfelden-Echterdingen erinnert sich an eine Begebenheit während eines Krankenhausbesuchs: "Vor etwa 30 Jahren lag ich in der Filderklinik. Im Bett neben mir lag eine alte Dame, die sich beide Beine gebrochen hatte. Da ich in gutem Zustand war, griff ich ihr bei Bedarf unter die Arme. Irgendwann getraute ich mich zu fragen, was ihr denn widerfahren sei. Da sagte sie: ,I ben d'Stieg henderförsche nakagelt.' Was eine Stieg und nagakelt ist, wusste ich als Schwäbin. Aber henderförsche war mir total fremd. Immer wieder erzählte ich diese Geschichte - und so erfuhr ich auch, was dieses Wort heißt, nämlich rückwärts."

Leserin Heide Boger aus Mühlacker nennt uns freundlicherweise die Verfasser der beiden letzten abgedruckten Gedichte: "Das Spätzles-Gedicht (27. September) stammt aus dem Gedichtbüchle ,Moinscht, mögscht Mooscht?' von Heinz-Eugen Schramm (1969). Das Gedicht über das Loch in der Tasche (30. September) heißt ,A Fund' und ist dem Büchle ,Grad zum Possa' von Lina Stöhr entnommen."

Auch der schwäbische Spruch des Tages kommt von Frau Boger - er stammt von ihrem Opa: "Net wegschmeißa, bloß noloihna, dass m'rs wieder langa ka!" Sie fügt hinzu: "Das war im übertragenen Sinne gemeint, wenn ich mal wieder Krach mit meiner Freundin hatte und meinte, ich spreche nie wieder mit ihr."

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