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Im Allgäu Adam und Eva und der Most

StN, vom 01.12.2011 09:11 Uhr
Ob Adam und Eva nun bayrisch oder württembergisch waren, wissen wir nicht. Foto: dapd
Ob Adam und Eva nun bayrisch oder württembergisch waren, wissen wir nicht. Foto: dapd
Siehe auch

Leser Helmut Ernst Maier aus Schönaich wirft einen Blick auf das Allgäu:

"Als die Kurfürsten von Bayern und Württemberg 1806 von Napoleons Gnaden Könige geworden waren, brachte eine durchgreifende territoriale Neuordnung auch den Allgäuer Schwaben ohne Rücksicht auf ihre landsmannschaftliche Zusammengehörigkeit mit getrennter Grenzziehung eine gesonderte staatliche Unterordnung: Der weitaus größere Teil zwischen Lech und Bodensee wurde bayrisch, der kleinere Teil zwischen Isny und Wangen wurde württembergisch.

Gleichwohl entwickelte sich über Jahrzehnte hinweg allmählich mit anderen Eigenbröteleien ein eigenständiges Bewusstsein - hüben württembergisch, drüben bayrisch. Mitunter kam es dabei zu Sticheleien zwischen den weiterhin landsmannschaftlich Verwandten - so etwa über die Frage, unter welche Ägide wohl besser oder schlechter zu leben sei oder welchem Land der größere historische Ruhm zukomme.

Ein Beispiel dafür ist der Disput zwischen einem württembergischen und einem bayrischen Allgäuer.

Der württembergerische Allgäuer: ,Mir hend beriehmde Dinaschdiea - meeh wie dausend Johr ald, die bis Adam ond Eva zuruckreiched.'

Der bayerische Allgäuer: "Des ka it sei - 's isch bewiesa, dass Adam ond Eva omeglich Wirtebergr gwä sei könned. Die hädded selmol im Paradies de Äpfel it gfressa, diea hädded se vermoschded!' So weit der angeblich historisch verbürgte Disput."

Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Leserin Lore Hofer aus Erdmannhausen. Sie erzählt vorweg eine wahre Geschichte: "Ein lediger Onkel wurde zur Hochzeit seiner Nichte eingeladen. Er freute sich riesig darüber, weil er wusste, dass es dort gutes Essen gab. Der Nachbar bot ihm an, er versorge in seiner Abwesenheit die Kühe und Schweine im Stall - er brauche nicht nach Hause zu kommen. Gesagt, getan - während der Hochzeit hielt sich der Nachbar in einem Eck des Stalles auf und schaute nach dem Rechten. Da ging plötzlich die Stalltüre auf, der Onkel stürmte - schon etwas angetrunken - herein, ging zu den Kühen, streichelte einer den Bauch und sagte: ,Oh Pless (Kuh)! Wenn i no dein Ranza hätt.' Er hätte dann mehr essen können."

Und hier noch eine Richtigstellung: Der Beitrag "Als Erna und Fritz topfelten" (11.11.) wurde von Leser Fritz Kostenbader aus Vaihingen/Enz verfasst.

Schreiben Sie uns: Zentralredaktion, Postfach 104452, 70039 Stuttgart, Stichwort: Schwäbisch, Fax: 0711/7205-7309; E-Mail: land@stn.zgs.de

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DEZ
05
11:41 Uhr, geschrieben von Pfisterer Barbara
Spruch des Tages
Es ist wohl schon 50 jahre her,da habe ich als junge Frau folgendes leif miterlebt: Meine Mutter hatte Waschtag und hing im Garten ihre Wäsche auf. Die Nachbarin ruft über den Zaun : "Maria,worom hengsch dei Wäsch net uff d´Behne, s´ka äll Augablick regna !" Darauf meine Mutter:"Ach was, Mina,der wo se naß macht,der macht se au wieder trocka !" Bärbel Pfisterer Langjährige Stuttgarter-Nachrichten Leserin aus Zazenhausen Liebe Grüße !
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Lehrstunde für die junge Lehrerin
Von Leser Wolfgang Schall aus Waldenbuch stammen diese Zeilen über eine junge Lehrerin.
D’Hond leant dr laufa!
Hermann Schiek aus Urbach schreibt uns: „Der Vater meines Freundes sagte vor 50 Jahren diese Verse auf“.
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