Hutladen Szenario Mit schönem Hut wird alles gut

Von Claudia Bell 

Den Couture-Laden Szenario der Esslinger Designerin Birgit Sophie Metzger findet auch Katherine Heigl toll.

Esslingen - Das Bild von älteren Damen, die mit Strickmützen oder altbackenen Kreationen auf dem Kopf im Café sitzen und an ihrer Sahnetorte knabbern – diese Zeiten sind vorbei. „Die heutigen Modelle sind viel moderner“, sagt die Esslinger Hutmacherin Birgit Sophie Metzger.

Die 44-Jährige muss es wissen, schließlich ist sie seit 1991 im Geschäft und kreiert Mützen, allerlei Kopfbedeckungen, Herren- und Damenhüte sowie ausgefallenen Kopfschmuck. Auch wenn die Hüte in den vergangenen Jahrzehnten vielleicht nicht immer das „Muss“ unter den Accessoires waren: „Die royalen Hochzeiten der vergangenen Jahre haben unserer Branche sehr gut getan“, sagt Birgit Sophie Metzger.

Kecke Lösung für Schüchterne

Immerhin wurden die bisweilen extravaganten Kopfbedeckungen der Blaublüter in allen Gazetten abgedruckt, der Hut erfuhr eine Renaissance und gehört nun nicht mehr nur in der Oberschicht zu einer wichtigen Ergänzung der Garderobe. Mit einem schönen Hut wird alles gut.

Wer nicht mutig genug für ein wagenradgroßes Gebilde auf dem Kopf ist, für den hat die Esslingerin eine kecke Lösung parat: den sogenannten Fascinator. Auf einem kleinen runden Filz werden allerhand Federn, Schleifen, Blumen oder je nach Geschmack der Kundin auch andere Dinge aufgenäht. Zum Tragen wird das Ganze mit einer kleinen Klammer am Haar befestigt. „Der Fascinator schränkt das Gesichtsfeld nicht ein, er richtet keinen Schaden an der Frisur an, und ­schwitzen kann man darunter auch nicht.“

Etwas anders verhalte es sich dagegen mit Trauerhüten etwa für Beerdigungen. Bei diesem Kopfschmuck ginge es ja hauptsächlich darum, das Gesicht vor den Blicken anderer Menschen zu schützen, daher sei ein solcher Hut meist größer und habe auch noch einen Schleier. Generell gilt für alle Arten von Hüten: „Den Hut behält man immer auf – schon allein wegen der Frisur!“, sagt sie.

Wer einen Hut trage, der setze ein Zeichen und vermittle eine Botschaft. „Einen Hut zu tragen ist keine Frage von Eitelkeit, sondern eine Frage des guten Geschmacks und des ­liebevollen Umgangs mit sich selbst.“

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