Hochsitze zerstört Militante Tierschützer unterwegs

the, 19.10.2010 13:04 Uhr
Die Waiblinger Polizei ist dubiosen Tierschützern auf der Spur, die mit militanten Mitteln arbeiten.

Plüderhausen/Urbach - Sie sägen Hochsitze an oder stecken sie in Brand – die Waiblinger Polizei ist dubiosen Tierschützern auf der Spur, die mit militanten Mitteln arbeiten.

Seit Juli dieses Jahres wurden bei Plüderhausen und Urbach (Rems-Murr-Kreis) insgesamt sieben Hochsitze zerstört – zuletzt versuchten die Täter am vergangenen Wochenende, die Kanzel eines Hochsitzes anzuzünden. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf über 5000 Euro.

Bei ihren Ermittlungen fand die Polizei im Internet Bekennerschreiben, in denen sich die so genannte "Animal Liberation Front" der Taten rühmt. Die Organisation macht immer wieder mit spektakulären, zumeist jedoch illegalen Aktionen auf sich aufmerksam. So werden Versuchstiere aus Labors befreit oder Buttersäureanschläge auf Metzgereien oder Schlachthäuser verübt. 2007 bekannte sich die Gruppe zu einem Brandanschlag auf eine Wurstfabrik in Hannover.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

 

 
 
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Kommentare (8)
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Chris Ist schon länger als 1 Jahr her
Auf was Bezog sich denn der Hinweis? Können Sie uns den Satz hier einmal zitieren? So schräg wie dieser Hochsitz auf dem Bild steht, kann man doch garnicht mehr von 'ansägen' sprechen, die Holzlatten wurden doch eindeutig 'zersägt'. Beim ansägen denkt man doch immer gleich an die Jägermythen, dass Tierschützer dies tun um Jäger zu verletzen. Wenn man sich das Bild anschaut wäre das jedenfalls quatsch.
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Dreißig Ist schon länger als 1 Jahr her
Die Waiblinger Zeitung spricht im Polizeibericht einen HINWEIS an, den sie (wie ich telefonisch erfahren habe) von Regio-TV erhalten hat. Ein Hinweis ist kein Beweis, das sollten Sie als Journalist wissen. Es besteht auch die Möglichkeit des Versicherungsbetrugs. Der Jäger hätte seinen Anhänger selbst zerstören und das seiner Versicherung melden können. Die Veröffentlichung eines Bekennerschreibens über Bite Back ist Jedem möglich. Auch Jägern. Ich werde das dem Presserat zur Beurteilung weiterleiten. Fair wäre eine Gegendarstellung, anstatt wild Tierschützer zu verunglimpfen.
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LK Ist schon länger als 1 Jahr her
Es wäre zu wünschen, dass die Jäger ihren Hochsitzmüll recht bald entsorgen und nicht - wie häufig üblich - in der Natur verrotten lassen.
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Antonietta Tumminello Ist schon länger als 1 Jahr her
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen. Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind. Im 'Jagdjahr' 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und 11.745 Rebhühner getötet (http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256)
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Waidmannsunheil Ist schon länger als 1 Jahr her
Wenn die Ermittlingen so ablaufen wie gegen Jäger haben die Vandalen nichts zu befürchten. Tierschützer sägen keine Hochsitze an. Dadurch könnten Unbeteiligte gefährdet werden. Es reicht wenn das täglich Jäger tun. Kann man nur hoffen das die Polizei Bedrohungen, Nötigungen und Gewalt gegen Tierschützer genauso versucht aufzuklären. Das dies in einem Pro Jagd regierten Land wie Baden Württemberg passiert ist eher unwarscheinlich. Hoffen wir das es nach dem Regierungswechsel einen echten Tier- und Menschenschutz gibt. Auch gegen militante Jäger. Wo die StN steht wissen wir spätestens nach S21. Die Zerstörer sollten lieber friedlich auf die Strasse gehen mit den S21 Gegnern. Die Lobby die es zu bekämpfen gibt, ist die selbe. Übringens: Kleiner Rechenfehler. So eine Bretterbude kostet keine 200€. Macht insgesamt 1400€. Läßt sich durch jägerseitige Berichte belegen :-)) Sie lassen Kinder an Schulen für sich arbeiten.
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