Helfer in Stuttgart-Feuerbach gesucht Neue Helfer für Flüchtlingsunterkunft gesucht

Von Torsten Ströbele 

In die  neuen Feuerbacher Unterkünfte  werden  doch nicht die  Bewohner  aus der Poppenweilerstraße 29 in Stammheim ziehen. Foto: Ströbele
In die neuen Feuerbacher Unterkünfte werden doch nicht die Bewohner aus der Poppenweilerstraße 29 in Stammheim ziehen. Foto: Ströbele

Bis zu 321 Menschen werden bald in den vier Gebäuden an der Krailenshaldenstraße leben. Auf der Suche nach Unterstützung hat sich der Freundeskreis zum Burgholzhof begeben.

S-Feuerbach - Der Freundeskreis Flüchtlinge Feuerbach (FFF) steht vor einer Herausforderung. In wenigen Tagen werden die vier neuen Systembauten an der Krailenshaldenstraße soweit fertig sein, dass dort bis zu 321 Flüchtlinge untergebracht werden können. „Diese Menschen zu betreuen, ist eine Mammut-Aufgabe. Wir stoßen mit unseren derzeitigen Kapazitäten an unsere Grenzen“, betont der FFF-Sprecher Wolf-Dieter Dorn. An der Bubenhalden- und der Wiener Straße kümmere man sich schon um mehr als 400 Flüchtlinge. Man brauche dringend weitere Helfer.

Auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung hat sich der FFF auch zum Burgholzhof begeben. „Das dortige Wohngebiet ist nur etwa 300 Meter Luftlinie von den Unterkünften an der Krailenshaldenstraße entfernt. Wir haben Flugblätter in die Briefkästen geworfen und Kontakt zur Bürgerinitiative Burgholzhof aufgenommen“, sagt Dorn. Tolle Erfahrungen habe er mit dem Sprecher Eberhard Brinkmann gemacht. „Die Initiative hat ihre Unterstützung signalisiert. Sie will helfen.“

Ob sich alle künftig auch engagieren werden, ist nicht sicher

Einige Bewohner vom Burgholzhof seien auch am Dienstag vergangener Woche in der Bürgeretage in Feuerbach zu Gast gewesen, als der FFF zu einer Versammlung eingeladen hatte. „Der Schwerpunkt des Abends lag klar auf der Belegung der Unterkünfte an der Krailenshaldenstraße“, sagt Dorn. Insgesamt seien etwa 50 Leute gekommen. Ob sich alle künftig auch engagieren werden, kann er noch nicht sagen. Die Aussicht auf eine ganze Reihe weiterer Helfer kann Dorn aber noch nicht beruhigen. Das Problem sei nicht nur ein personelles. Der Standort sei ziemlich abgelegen – zu weit weg von der Nachbarschaft, von Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten. „Da werden wir uns was einfallen lassen müssen“, betont Dorn.

Zuletzt hatte der FFF damit gerechnet, dass Anfang November die ersten Flüchtlinge an der Krailenshaldenstraße einziehen. Rund 70 Personen sollten allein aus dem Gebäude an der Poppenweilerstraße 29 in Stammheim kommen (wir berichteten). Doch nun musste das Sozialamt umplanen. „Die endgültige Abnahme der Unterkünfte in Feuerbach ist am 8. November“, sagt Axel Wolf vom Amt für Liegenschaften und Wohnen. Die Kollegen seien davon ausgegangen, dass die Abnahme schon am 20. Oktober anstehe. Da sei aber nur eine Vorbegehung geplant gewesen. „Somit können die Bewohner dort frühestens Anfang Dezember einziehen“, erklärt Marco-Oliver Luz vom Sozialamt. Für die Flüchtlinge aus der Poppenweilerstraße komme ein Umzug an die Krailenshalden­straße somit nicht mehr in Frage. „Unser Mietvertrag in Stammheim endet am 31. Dezember. Wir haben aber Auflagen erhalten“, sagt Luz. Man müsse unter anderem die Spülen und einige andere Einrichtungsgegenstände entfernen. „Das braucht Zeit. Wir müssen den Umzug also wie geplant zwischen dem 7. und 13. November über die Bühne bringen.“ Man habe aber für alle Bewohner schon eine neue Unterkunft gefunden. Nur eine Familie konnte nicht nahe der Poppenweilerstraße unterkommen. Für alle anderen Familien habe man Plätze an der Kameralamtsstraße in Stammheim sowie an der Gottfried-Keller- und Zazenhäuser Straße in Zuffenhausen organisiert. „Aber grundsätzlich sind alle Bewohner aus der Poppenweilerstraße mit ihrer neuen Bleibe zufrieden.“

Verschiedene Unterkünfte im Stadtgebiet werden in naher Zukunft aufgegeben

Wer nun in der Krailenshaldenstraße eine neue Heimat finden wird, sei noch nicht geklärt, sagt Luz. Es gebe noch verschiedene Unterkünfte im Stadtgebiet, die in naher Zukunft aufgegeben werden, wie zum Beispiel das Haus Martinus an der Olgastraße, die ehemalige Hedwig-Dohm-Schule in Stuttgart-West oder Pavillons an der Fasanenhofschule im Fasanenhof sowie an der Gorch-Fock-Schule in Sillenbuch. Aus diesen Einrichtungen werden wohl die künftigen Bewohner der vier neuen Systembauten in Feuerbach kommen.

Redaktion Feuerbach

Ansprechpartner
Torsten Ströbele und Georg Friedel
feuerbach@stz.zgs.de

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