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Halt Staatsgalerie 43.000 Fahrgäste von Umbau betroffen

Von Konstantin Schwarz 

Für den Neubau der Stadtbahn-Haltestelle Staatsgalerie laufen oberirdisch bereits vorbereitende Arbeiten Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Für den Neubau der Stadtbahn-Haltestelle Staatsgalerie laufen oberirdisch bereits vorbereitende ArbeitenFoto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Der durch das Projekt Stuttgart 21 ausgelöste Neubau des Stadtbahnhalts Staatsgalerie und von Tunnelstrecken führt zu Sonderfahrplänen bei den SSB. Von 17. Mai 2016 an werden zehn Prozent aller Fahrgäste betroffen sein.

Stuttgart - Als Folge des Tiefbahnhofsbaus beim Projekt Stuttgart 21 muss die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ihre alte Haltestelle Staatsgalerie abreißen und neu bauen. Auch die von dieser in Richtung Hauptbahnhof führenden Tunnel entstehen neu.

Die SSB will den Bau in zwei Schritten abwickeln. Start ist am 17. Mai 2016. Dann gilt ein neuer Fahrplan, weil die Verbindung zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz unterbrochen sein wird. Der erste Bauabschnitt endet am 19. August 2017. Dann folgt die Streckensperrung zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof. Das Ende des zweiten Bauabschnitts ist offen.

SSB-Vorstandssprecher Wolfgang Arnold stellte die Planung „Netz 2016“ am Dienstag im Technikausschuss des Gemeinderates vor. Die SSB hat sich dazu externe Hilfe geholt. „Wir machen das nicht mit links, wir stehen vor einer großen Herausforderung“, sagte Arnold, der von allen Fraktionen gelobt wurde. Den Umbau und die Zusatzlinien muss die Bahn bezahlen.

SSB ändert Fahrplan nicht im Dezember, sondern im Mai

Netz 2016 sieht die Kappung bisheriger Linien und neue Linien vor. Charlottenplatz und Hauptbahnhof spielen als Umsteigebahnhöfe eine wichtigere Rolle als heute. Nicht direkt betroffen sein werden die U 14 (Heslach Vogelrain-Remseck) und U 9 (Hedelfingen-Vogelsang). Deren Bedeutung als Umsteige- und Zubringerlinien steigt aber.

Arnold stellte folgende Änderungen vor: Die U 1 (Vaihingen-Fellbach) fährt neu über den Berliner Platz und braucht deshalb vier Minuten länger. Die neue U 21 fährt vom Südheimer Platz als Zubringer bis zum Charlottenplatz. Die U 2 (Botnang-Neugereut) fährt nicht mehr über den Rotebühlplatz, sondern über den Hauptbahnhof. Die U 4 pendelt nur noch zwischen dem Neckartor und Untertürkheim. Eine neue U 24 fährt vom Hölderlinplatz bis zum Charlottenplatz. Die Stadionlinie U 11 fährt (nur bei Veranstaltungen) vom Charlottenplatz bis zur Endhaltestelle Neckarpark.

Die Zahl der Umsteiger nimmt erheblich zu

Fünf Prozent aller Fahrgäste im VVS sein vom Neubau betroffen, sagt Arnold, in Zahlen 43 000. Umgerechnet auf die SSB-Fahrgäste liege die Quote bei zehn Prozent. „Alle Haltestellen werden bedient, der Zehn-Minuten-Takt bleibt, veränderte Linien werden so dimensioniert, dass sie die Nachfrage bewältigen, es gibt keinen Busersatzverkehr, und es ist kein Ausweichen auf die S-Bahn erforderlich“, verspricht Arnold.

Ganz erheblich zunehmen wird bei Netz 2016 die Zahl der Stadtbahn-Umsteiger im Hauptbahnhof. Statt an jedem Werktag 74 660 müssten dann 106 270, das ist eine Zunahme von 42 Prozent, die Bahn wechseln. In der Spitzenstunde sind es 1190 Menschen zusätzlich. Die Fahrtzeit nimmt laut Arnold im Schnitt um zwei Minuten zu.

Der Umbau sei ein „erheblicher Eingriff“, sagte Gangolf Stocker (SÖS/Linke-plus). Gabriele Munk (Grüne) fordert, Fußwege vom Charlottenplatz zur Staatsgalerie zu verbessern. Für die SPD sieht Fraktionschef Martin Körner im Neubau einen großen Fortschritt. Die alte Haltestelle sei „eine der hässlichsten im ganzen System“.

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