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Häussler-Insolvenz Stillstand im Stadtteil Berg?

Josef Schunder, vom 28.09.2010 16:45 Uhr
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Stuttgart - Das Firmenimperium des Projektentwicklers Rudi Häussler wackelt. Für einige Gesellschaften im Konzern hat der Stuttgarter Altmeister der Investoren die Insolvenz beantragt. Nun rechnet man im Rathaus mit einem monatelangen Stillstand bei zwei Projekten im Stadtteil Berg.

Es ist ein Teufelskreis. Durch die drohende Pleite bei drei Gesellschaften könnte das ganze Imperium von Rudi Häussler (82) zusammenkrachen wie ein Kartenhaus, spekuliert man in Wirtschaftskreisen. Noch scheinen Häusslers Hotelprojekt beim Mineralbad Berg sowie die Sanierung der historischen Villa Berg und der von Häussler geplante Wohnungsbau im Park der Villa nicht von den Insolvenzanträgen betroffen zu sein. Doch was wirklich daraus wird, könnte sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Aufregung und Verwirrung sind groß, Gesprächspartner rar.

Montagnachmittag bei der Häussler-Gruppe in Möhringen: Der erkrankte Rudi Häussler ist nicht da, der Finanz- und Verwaltungschef Andreas Oberem von der Häussler Holding terminhalber nicht erreichbar. Die Mitarbeiter verweisen auf die Anwaltskanzlei Grub, Brugger und Partner, die sich um Häusslers Angelegenheiten und die Insolvenzverfahren kümmert. Doch mit dem Schicksal der Villa und des Wohnbauprojekts in Berg sowie des Hotelprojekts beim Mineralbad Berg hat sich die Kanzlei noch nicht befasst. Bisher habe man sich nur mit der Großbaustelle Seepark in Möhringen beschäftigt. "Das hatte oberste Priorität", heißt es in der Kanzlei.

Städtebaubürgermeister Matthias Hahn ist Realist. Nach Lage der Dinge werde es bei den Projekten in Berg jetzt "einen gewissen Stillstand" geben, sagte er. Für die rund 60 hochwertigen Wohnungen, die Häussler anstelle der alten Fernsehstudios im Park der Villa Berg erstellen wollte, sei vom Gemeinderat noch nicht einmal die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Da der Architekt und Häussler-Stellvertreter Cemal Isin vor zwei Wochen aus der Geschäftsführung der Häussler-Gruppe ausgeschieden sei, habe die Stadt sozusagen ihren Ansprechpartner in Baufragen verloren.

Das Projekt ist seit vielen Monaten umstritten. Die SPD lehnt es ab. Die Grünen betrachten es sehr kritisch, waren aber noch Häusslers Hoffnungsträger für eine Mehrheit im Gemeinderat. Die Bedingungen wollte man längst vor den Sommerferien klären, aber die Fronten waren verhärtet und Häusslers Erkrankung hinderlich.

Eine Mehrheit im Gemeinderat wolle das Wohnbauprojekt nicht, glaubt Bürgermeister Hahn, verschiedene Überlegungen, am Rand des Parks alternative Bauflächen bereitzustellen, hätten nicht weitergeholfen. Hahn selbst und die Verwaltungsspitze würden das Wohnbauprojekt dagegen in Kauf nehmen, um damit die Fernsehstudios aus dem Park zu beseitigen, die sonst wahrscheinlich noch länger bleiben werden. Andere wollen die theoretische Chance auf Wiederherstellung des Parks nicht durch neue Wohnungen verbauen lassen. Die historische Villa könnte zwar bereits jetzt saniert werden, doch das wollte Häussler bisher nicht beginnen. Grund: Der Wohnungsverkauf sollte das Geld für die Sanierung der Villa bringen. Ein Ausweg aus dem Dilemma ist jetzt noch weniger in Sicht. Schon zirkuliert im Rathaus die Ansicht, dass die Problemfälle in Berg sich jetzt nicht vor der Landtagswahl am 27.März lösen lassen. Denn der Bezirksvorsteher im Osten, Martin Körner (SPD), ist auch Kandidat.

Kommentare (4)
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OKT
05
01:07 Uhr, geschrieben von Dagmar Nachtigall
Wer hoch fliegt....
...wird tief fallen. Ob ein Oettinger über seine eigene Zunge ins Brüsseler Abseits stolpert, ein Häussler-Imperium zerbricht oder der S21-Clan vom Bürgerzorn davongejagt werden wird, es zeigt sich überall, daß all die alten Säcke längst von der Zeit überholt wurden und es nur noch nicht gemerkt haben. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Gier sich selbst vernichtet, weil sie nicht aufhören kann!
SEP
29
00:17 Uhr, geschrieben von Bruno Banani
Biher dachte ich ja...
... die Planie die ist vorne drüben am Schloßplatz. War dann aber heute mal wieder mit der Unabängigen unterwegs und hab mich doch gewundert. Östrreicher, A1 - Areal, Killesberg überall nix als goße platt planierte Löcher. Gehört habe ich ja, die ober Anlagen sollen das nächtse Objekt für die Planierraup werden. Wahrscheinlcih ist das eine neue Ästhetik, weil von Immoblien - Krise darfst Du nicht reden. Auch das Rathaus mit den Groißkopfeten drin ist sicher prima geeignet zum abreisen und neuen bebauen mit irgendwelchen Luftschlössern. Der Häussler ist halt auch bloß an Opfer, von der Großen Finazkrise importiert aus Amerika, aber halt nicht bloß nur.. Wieso die Bauwirtschft bloß immer so laut nach S21 schreit, sie doch alles aus nach einem Pleite-Projekt ala Häussler, Wie die Holzmann - Pleite unter Schröder, heißt es dann bei den Handwerkern: Ha Seller war ein gut Zahler, da haben wir meistens unser Geld gekriegt.
SEP
28
18:27 Uhr, geschrieben von admin
gut so
Finger weg vom Hotelbau am MIneralbad Berg. Dieses Kleinod muß erhalten bleiben so wie es ist. Hoffen wir, dass auch weiterhin das dazugehörige Wasser noch so naturbelassen aus dem Boden ins Becken kommt und nicht in der Baugrube verschwendet wird.
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