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Gute Tropfen an Weihnachten

"Filder-Zeitung", vom 27.12.2010 02:46 Uhr
Vaihingen. Das Rote Kreuz Vaihingen hat zum ersten Mal am Feiertag zur Blutspende eingeladen. Von Thomas Krämer

Weihnachten, das Fest der Liebe und der Geschenke. Das setzten viele Vaihinger am gestrigen zweiten Weihnachtsfeiertag ganz praktisch um: Sie gaben ihr Blut, um anderen Menschen das Überleben zu ermöglichen.

"Für uns ist es das erste Mal, dass wir an einem Weihnachtsfeiertag zum Blutspenden aufrufen", sagt Dirk Randhahn von der Vaihinger Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Und das Fazit des stellvertretenden Bereitschaftsleiters fällt durchaus positiv aus. 52 Spender kamen, 15 davon zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben. Jeder von ihnen ließ sich einen halben Liter Blut entnehmen. "Wir hatten gehofft, dass ein paar Spender mehr kommen, sind aber mit der Premiere durchaus zufrieden", so Randhahn. Schließlich müsse sich diese weihnachtliche Aktion erst einmal rumsprechen. "Im nächsten Jahr werden wir diese Blutspende wiederholen", berichtet er über den Plan der Vaihinger DRK-Bereitschaft.

In der Tat gibt es Gründe, die Spende an einem solchen Tag auf den Terminkalender zu nehmen. Warum er sich denn ausgerechnet am zweiten Weihnachtsfeiertag Blut abzapfen lässt, beantwortet einer der Spender ganz lapidar: "Da habe ich Zeit". Und was für die Spender gilt, hat auch bei den ehrenamtlichen Helfern seine Richtigkeit. "Wir hatten keinerlei Probleme, genügend Kräfte für diese Blutspendenaktion im Häussler-Bürgersaal zu finden", sagt Randhahn. Ganz im Gegenteil: Es sei einfacher gewesen als bei den vorherigen Blutspenden an Wochentagen.

So war die Vaihinger Bereitschaft mit 15 Helfern vor Ort. Hinzu kamen vier Ärzte sowie ein Team des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen. Die konnten am Ende der Veranstaltung 26 Liter Blut in die Depots bringen und dort die Vorräte ergänzen.

"An Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern werden die Blutkonserven oftmals knapp", so Randhahn. Bestimmte Bestandteile des gespendeten Blutes könnten lediglich vier Tage aufbewahrt werden. "Der Bedarf ist aber immer da", betont der DRK-Helfer und führt als Beispiele Leukämiekranke oder Unfallopfer an. "Gerade bei solch glatten Straßen passiert viel", sagt Randhahn. Zum Glück nicht auf dem Weg in den Häussler-Bürgersaal. Den hatten die DRK-Helfer am Morgen freigeschaufelt. Genauso wie die Garage vor dem Bereitschaftsheim. "Wir wären sonst mit unseren Fahrzeugen kaum herausgekommen", sagt Randhahn schmunzelnd angesichts der winterlichen Straßenverhältnisse.

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