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Goerg Funke Pleitemanager klagt auf Millionengehalt

StN, vom 05.05.2010 19:10 Uhr
  Foto: dpa
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München - Der Ex-Chef des maroden Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE), Georg Funke, streitet eineinhalb Jahre nach seinem Rauswurf vor Gericht um sein Millionengehalt. Der 55-Jährige will gegen die Kündigung klagen und rund 3,5 Millionen Euro Gehalt nachfordern. Sollte er gewinnen, müssten die Steuerzahler für die Millionenrechnung aufkommen, da die HRE inzwischen vollständig dem Staat gehört.

Dass Funke selbst bei dem Gerichtstermin erscheint, gilt als unwahrscheinlich. In dem sogenannten Urkundsprozess werden weder Zeugen noch Sachverständige gehört, sondern nur der Arbeitsvertrag geprüft. Eine vorläufige Entscheidung ist direkt im Anschluss möglich.

Im Drama um die HRE spielte Funke im Herbst 2008 die Hauptrolle: Unter seiner Führung war die Bank fast kollabiert und musste mit Hilfen von mehr als 100 Milliarden Euro gerettet werden. Dass ausgerechnet er nun um Millionen streiten will, sorgte unter anderem bei Aktionärsschützern für Fassungslosigkeit. Funkes Arbeitsvertrag läuft eigentlich noch bis zum September 2013. Sein darin vereinbartes Festgehalt beträgt laut Geschäftsbericht 800.000 Euro pro Jahr - das Geld will er bis zum Ende der Laufzeit haben.

 

Kommentare (3)
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MAI
11
10:59 Uhr, geschrieben von RS
Anstand ?
Verträge hin oder her, jemand wie dieser Mensch, der jeden von uns tausende von Euro's kostet, hat doch durch seine Gier als Chef der HRE jegliches Recht auf seinen Vertrag verwirkt.......warum lassen wir uns von diesen Schmarozern auch noch vor Gericht zerren ? Einfach zum Teufel jagen....was will erdann machen ? Keine Klage zulassen, oder noch besser- seine angeblichen Ansprüche werden gegen seine Milliarden Verbindlichkeiten gegengerechnet die er verursacht hat. Das ist schön, dann muss dieser Schmarotzer noch sehr,sehr viel Euro's dem deutschen Volk zurückzahlen. Das wäre doch mal eine Sache die das Volk unter "Gerechtigkeit" versteht. Jeder von uns muss doch auch für seine Schäden gerade stehen die man verursacht - oder ?, zumal es für uns keinerlei Gnade gibt- vor Gericht ! Das wünscht sich RS ein einfacher Bürger bei dem 1+1 = 2 ist und nicht 2,1 oder 1,9..... PS: es wird doch im Namen des Deutschen Volkes geurteilt - oder habe ich da etwas falsch verstanden ????
MAI
06
12:30 Uhr, geschrieben von Reigeschmeckter
Geht doch!
Die HRE scheint ja gar nicht so torfnasig zu sein... Deshalb hat die HRE sich für diesen Tag gewappnet. (..) für den Prozess gegen Funke hat das Geldinstitut offenbar schon Unmengen an Material zusammengetragen. (..) In der Erwiderung auf Funkes Klage zeichnet die Bank nach Informationen von SPIEGEL ONLINE deshalb mit allerlei pikanten Details das Bild eines Chefs, der in seinem ungezügelten Ehrgeiz das ganze Institut mit einer Bilanzsumme von fast 400 Milliarden Euro ins Verderben führte. Versäumnisse beim Risikomanagement werden Funke vorgeworfen. Pflichtverletzungen bei seiner Refinanzierungsstrategie. Und vor allem: grobe Fehler bei der 5,7 Milliarden Euro teuren Übernahme der irischen Depfa-Bank 2007. Der Erwerbsprozess habe "derartige Mängel" aufgewiesen, dass Funke dem Deal "auf dieser Grundlage nicht hätte zustimmen dürfen", heißt es in dem Dokument."
MAI
06
10:38 Uhr, geschrieben von Reigeschmeckter
Natürlich ist das Verhalten Funkes widerwärtig...
...aber man muß sich doch fragen, wer solche Verträge unterschreibt. Nieten in Nadelstreifen gab's in der Vergangenheit schon zuhauf - aber immer wieder finden sich Firmen, die nur für die Manager günstige Verträgeakzeptieren, ohne mit der Wimper zu zucken. Und das machen nicht nur Privatfirmen: Bei der LBBW war es ja angeblich auch nötig, aufs angeblich gedeckelte Gehalt was draufzulegen, weil man sonst niemand bekommen hätte... Im Übrigen: Wo sind die Juristen der HRE? Dummheit und Unfähigkeit sind zwar mit dem Strafrecht nicht zu fassen - zivilrechtlich sollte aber einiges zu machen sein, sprich: Wenn Funke auf Gehalt klagt, hätte die HRE doch schon längst auf Schadensersatz klagen müssen...
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