Glaube an Außerirdische Ist da draußen wer? Aliens, E.T. und Marsianer

Von Markus Brauer 

Kleine grüne Männchen aus dem All? Sie müssen nicht unbedingt grün, schleimig oder gefräßig sein. Die meisten Deutschen glauben allerdings, dass es - in welcher Form auch immer - intelligentes Leben im Weltraum gibt.

Stuttgart - Unendliche Weiten. Der Weltraum. Kaum zu glauben, dass die Menschen die einzigen Lebewesen im Universum sein sollen. Sind wir allein im All?

Die Suche nach außerirdischem Leben beflügelt seit Urzeiten die Fantasie der Menschheit. Doch trotz aller wissenschaftlichen Anstrengungen ist das Universum für den Menschen ein unbekannter Raum geblieben, in dem außer dem Leben auf der Erde (nach derzeitigem Kenntnisstand) keine Mikrobe, geschweige denn eine andere intelligente Spezies existiert. Für E. T. - Extra-Terrestrial – gibt es (bisher) keinerlei stichhaltigen Beweise.

Mehrheit der Deutschen glaubt an außerirdisches Leben

Umso erstaunlicher ist es, dass die Mehrheit der Deutschen an Außerirdische glaubt. Zu diesem Ergebnis kam das Meinungsforschungsinstitut YouGov bei einer repräsentativen Umfrage. 56 Prozent der Befragten meinten, dass es intelligente außerirdische Lebewesen gibt, welche die Fähigkeit zur Kommunikation haben. Besonders Männer (61 Prozent) glauben an das Leben aus dem All - die Hälfte der Frauen (51 Prozent) sieht das genauso.

Doch warum wurden bisher noch keine Außerirdischen gefunden? Gut ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten, die an solches Leben glauben, geht davon, dass die Außerirdischen zwar von uns wissen, aber entschieden haben, uns nicht zu kontaktieren. Warum auch immer. Die Mehrheit (59 Prozent) sieht den Grund dafür aber in der zu weiten Entfernung zur Erde. 51 Prozent meinen, unsere Kommunikationstechnologie sei nicht ausgereift genug dafür.

Insgesamt finden 45 Prozent aller Befragten, dass weiter Versuche unternommen werden sollten, Außerirdische zu kontaktieren. Auch hier sind die Männer wieder vorn: Über die Hälfte (54 Prozent) von ihnen ist dafür, bei den Frauen sind es nur 36 Prozent.

Die amerikanische Weltraumbehörde Nasa ist schon einen Schritt weiter. Ihre Wissenschaftler sind seit Jahrzehnten auf der Suche nach außerirdischen Lebensformen. Dort glaubt man sogar, in den nächsten 20 bis 30 Jahren Beweise dafür zu finden, allerdings anfangs nur für Mikroorganismen.

SETI: Botschaften aus dem All?

Seit dem Jahr 1960 werden im Rahmen des SETI-Projekts (Search for Extraterrestrial Intelligence - Suche nach außerirdischer Intelligenz) verschiedene wissenschaftliche Programme betrieben, die nach Signalen extraterrestrischer Zivilisationen suchen. Bisher sind sie genauso erfolglos geblieben wie die Suche mit Teleskopen. Zwar gibt es Vermutungen und Theorien über außerirdisches Leben, aber keinen einzigen Hinweis. Genauso wenig hat man Planeten gefunden, auf dem Leben existieren könnte. Die Suche geht weiter.

Der US-Kinofilm „Contact“ (1997) erzählt von der Suche nach außerirdischer Intelligenz, die über Radiowellen Kontakt zur Menschheit aufnimmt. „Eine ganze Reihe von Wissenschaftlern glaubt, dass es einfaches Leben, also Einzeller, im Universum und vielleicht sogar in unserem Sonnensystem geben könnte“, sagt Karl Martin Menten, Radioastronom und Direktor für Millimeter- und Submillimeter-Astronomie am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Er stuft den Film mit Jodie Foster als Science-Fiction ein – also als ein Produkt menschlicher Fantasie. Reales Leben im All sei dagegen etwas vollkommen anderes. „Selbst wenn es intelligentes Leben irgendwo anders gäbe, wäre der Kontakt wegen der Entfernung zur Erde praktisch unmöglich.“

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