Seite 2Gigantisch Skifahren Megaskigebiete sind im Trend

Von Susanne Hamann 

In sechs Monaten Bauzeit haben 255 Arbeiter mithilfe von 35 Baggern und drei Hubschraubern 13 820 Kubikmeter Beton verbaut. So entstand Österreichs größtes zusammenhängendes Skigebiet mit 87 Liften sowie 305 Skiabfahrtskilometern. Und da sind die ebenfalls im Skipass enthaltenen Lifte und Abfahrten in Klösterle noch gar nicht mitgerechnet.

Der Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs. 1901 wurde im Hospiz in St. Christoph der legendäre Skiclub Arlberg gegründet – der erste Österreichs und einer der ältesten der Welt. Im Winter 1936/37 eröffnete in Zürs der erste Schlepplift Österreichs, in St. Anton baute man kurz darauf die erste Winter-Seilbahn. Bereits zur Saison 2013/2014 wurde das Gebiet von Ski Arlberg durch den Auenfeldjet erweitert, der vom Weibermahd in Lech zum Sonnen-Jet in Warth führt und so eine Verbindung in den Bregenzer Wald darstellt. Die neue Flexenbahn ist der nächste Schritt zum Super-Ski­gebiet – der Nummer fünf weltweit.

Die nächste Erweiterung ist schon geplant

Megagebiete, die sich aus benachbarten Skiorten zusammenschließen, sind derzeit schwer angesagt. Im vergangenen Winter taten sich Fieberbrunn und Saalbach-Hinterglemm-Leogang zusammen. Das 270 Pistenkilometer umfassende Megagebiet in Tirol und Salzburg plant nun die Vereinigung mit Zell am See. Ebenfalls zu den weißen Riesen zählt die Skiwelt Wilder Kaiser Brixental in den Nördlichen Kitzbüheler Alpen mit 280 Pistenkilometern. In Frankreich sind XXL-Skigebiete quasi die Regel. Les Trois Vallées mit den drei Tälern von Val Thorens, Méribel und Courchevel sowie das Gebiet Les Portes du Soleil bieten jeweils über 600 Kilometer Abfahrten. In der Schweiz schloss sich Arosa mit Lenzerheide zu einer Skiregion der Superlative zusammen, die Fusion von Andermatt und Sedrun ist für Winter 2017/18 geplant. Am Arlberg träumt man als Nächstes von einer Verbindung von St. Anton über den Rendl nach Kappl im Paznauntal. „Die Bemühungen laufen schon seit zehn Jahren“, sagt Mario Stedile-Foradori, Vorstand der Arlberger Bergbahnen AG. „Für mich wäre es ein Lebenstraum, wenn es wahr würde.“ Auf der anderen Seite des Berges glaubt man fest daran, dass auch diese Vision irgendwann Realität wird. „Ein Hotelier drüben in Kappl hat sich schon einen Website-Namen mit ,Kappl am Arlberg‘ gesichert“, erzählt Tourismusdirektor Ebster.

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