Gesundheitsminister Bahr bleibt in Diskussion um private Krankenversicherung hart

Von Norbert Wallet 

Mehr Wettbewerb: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will das Krankenkassensystem umbauen. Foto: dpa
Mehr Wettbewerb: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will das Krankenkassensystem umbauen.Foto: dpa

Der liberale Chef des Gesundheitsressorts verteidigt seinen Vorschlag, die private Krankenversicherung für alle zu öffnen. Dafür erntete er gestern allerdings viel Kritik.

Stuttgart - Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat seine Idee, die Private Krankenversicherung (PKV) für alle zu öffnen, erneut bekräftigt. „Die PKV wird sich verändern. Wir brauchen mehr Wettbewerb auch in der PKV. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass die Altersrückstellungen, die von den PKV-Versicherten aufgebaut wurden, bei einem Wechsel zu einem anderen privaten Versicherer mitgenommen werden können. Das gibt es bislang nur innerhalb derselben Versicherung, beim Wechsel in einen anderen Tarif“, sagte Bahr den Stuttgarter Nachrichten. Er zeigte sich überzeugt, diese Vorschläge auch umsetzen zu können: „In der kommenden Wahlperiode setzen wir das durch. Die FDP ist die einzige Partei, die das im Wahlprogramm hat, und das will ich im Koalitionsvertrag verankern.“

Bahr sprach sich zudem dafür aus, ältere PKV-Versicherte nicht in die gesetzlichen Kassen zurück zu lassen. „Es gibt Versicherer, die Älteren – anders als es das Gesetz vorsieht – keine günstigeren Tarife anbieten. Das sind Ausreißer. Klar ist: Wer sich für die PKV entscheidet, kann keine Rosinenpickerei betreiben. In jungen Jahren günstige Beiträge zahlen und im hohen Alter wieder zur GKV wechseln – das geht in einer Solidargemeinschaft nicht“, sagte Bahr den Stuttgarter Nachrichten.

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