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Geschwindigkeit Land setzt auf neue Form der Radarkontrolle

Gregor Preiss, vom 17.06.2011 16:02 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Die grün-rote Landesregierung will die geplante Einführung der Langstreckenradarkontrolle wie in Österreich weiter vorantreiben. "Wir stehen dem Modell sehr offen gegenüber", sagte der neue Innenminister Reinhold Gall (SPD) auf Anfrage. Konkrete Pläne gebe es jedoch nicht. Auch Pilotprojekte seien noch keine geplant.

Problematisch sind offenbar weiterhin die unklare Rechtslage und das Thema Datenschutz. Bei der Langstreckenradarkontrolle werden automatisch die Kennzeichen von Fahrern gespeichert, die kein Vergehen begehen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen hat sich bisher noch kein Bundesland an einen Versuch herangewagt.

Bei Section Control, so der englische Fachbegriff, wird per elektronischer Stoppuhr die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs auf einem bestimmten Streckenabschnitt gemessen und zur Grundlage eines möglichen Bußgelds gemacht. Die Abschnitte sind meist ein bis zwei Kilometer lang. Section Control gilt als gerechteres Messverfahren gegenüber der punktuellen Radarüberwachung, die für Unfallhäufungslinien außerdem nur bedingt geeignet ist. Österreich macht seit einigen Jahren gute Erfahrungen mit der Section Control. An einem Streckenabschnitt in Wien gingen die Unfallzahlen um 40 Prozent zurück. Auch die Niederlande, Großbritannien, Italien und neuerdings die Schweiz betreiben neben der herkömmlichen Überwachung Langstrecken-Radarmessungen.

In Deutschland wird das Thema seit längerem kontrovers diskutiert. Zu den Befürworten zählte auch die vormalige Landesregierung mit Innenminister Heribert Rech (CDU); auch Bayern macht sich für die Einführung der Section Control stark. Verkehrs- und Automobilverbände stehen der Technik ebenfalls überwiegend positiv gegenüber. Der Verkehrsgerichtstag in Goslar sprach sich bereits 2009 für eine versuchsweise Einführung aus. Passiert ist seither jedoch nichts.

Kommentare (7)
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JUN
18
08:40 Uhr, geschrieben von Klaus
Radarkontrolle
Dass die Landesre(gier)ung irgendwann über eine neur Quelle des Geldverdienens nachdenkt war mir absolut klar, nach der LKW-Maut nun die Diskussion über eine PKW-Maut und nun die effizientere Anwendung der Geschwindigkeitskontrolle! Jetzt ist auch klar, was das alles soll. Ganz eindeutig ein Bewegungsprotkoll jedes einzelnen Mitbürgers. Einmal um die Kriminalität einzudämmen und andererseits immer zu wissen wo man mit was unterwegs ist und welches Ziel man hat. Dass wir alle schon längst gläsern sind und schon wenn wir morgens aufstehen die ersten Spuren hinterlassen ist mir klar, aber Datenschutz? Dieses Wort ist nur noch eine Farce! Ich fühle mich in diesem Lande nicht mehr wohl.
JUN
18
00:09 Uhr, geschrieben von Georg Schmidt
Die Parkbesetzer sind gleicher
als die "Raser" die mit über 80 KM/h B10 hinausrasen. Klarer Rechtsbruch wird wenn er ins Konzept passt wohlwollend toleriert. Der Individualverkehr passt allerdings nicht ins sozialistische Weltblid. Ich kann mich noch erinnern als die BRD über solche Verfolgungspraktiken der DDR erhaben war. Aber wir kommen immer weiter dahin. Salamischeibe für Salamischeibe.
JUN
17
23:55 Uhr, geschrieben von WBehr
Naja kontrollieren
Ich würde mich eher freuen wenn man über sinnvolle Leitsystem nachdenkt als ständig auf dem Thema Tempolimit und deren Kontrolle nachzuhaken Ich bin gegen unnötige Datenspeicherung. Wir könnte ansonsten auch eine neuen Personalausweis mit Chip und GPS Überwachung einführen. Auch mit dieser Technik liese sich dann ein Bewegungsmodul nachvollziehen und somit aus dem All eine Tempoüberschreitung nachweisen. Nur wer ist gefahren ? Der der den Chip bei sich trug. Aber war der auch der Fahrer. Die Politik sollte aufhören unnötige Kontrollmechanismen zu schaffen. Es geht hier nicht mehr darum das damit die Verkhersstatistik verbessern. Ich muss da immer mehr an Aldous Huxley denken.
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