Leser Emil Müller aus Feuerbach hat uns diese schöne Begebenheit erzählt und versichert, dass sie wahr sei: "Ein Bekannter kam nach Hamburg und besuchte dort ein Speiselokal. Auf der Mittagskarte entdeckte der Schwabe zu seiner Freude Bratkartoffeln. Zur Bedienung sagte er: ,I griag gröschte Kartoffeln!' Die Dame notierte den Wunsch und verschwand in der Küche. Es dauerte einige Zeit, bis sie an den Tisch des schwäbischen Gastes zurückkehrte, in der Hand einen Teller mit einer Kartoffel: ,Bitte sehr, das ist die größte, die wir haben!'"
Von Leser Karl-Heinz Fischer aus Rüdesheim haben wir diese Zuschrift erhalten: "Meine Frau arbeitete in einem Discounter. Einmal kam eine Kundin und verlangte ,Rombala' vom Filialleiter, der ein echter Fischkopf war, wie man so schön sagt. ,Nein', erklärte dieser der Kundin, ,das führen wir nicht.' Meine Frau, die das hörte, korrigierte ihn höflich und sagte: ,Klar hemmar Steckzwiebel. Dia senn do henna domma donna!'"
Leserin Dorothea Wild aus Remshalden erfreut uns mit folgender Anekdote: "In dem Dorf, in dem meine Großtante aufwuchs, lebte auch eine alte Schneiderin - damals sagte man Näherin. Als junges Mädchen ließ sich meine Großtante ein Kleid bei ihr nähen und wünschte sich am Rocksaum einen Volant. Die Näherin war dagegen und drückte dies mit den Worten aus: ,Brauchsch koin Volant, brauchsch koin Volant. 's duats au so fir dia Kerle, wo mit dir dazet!'"
Der schwäbische Spruch des Wochenendes kommt von Leser Heiner Prinz aus Vaihingen/Enz: "Wenn dera d'Gosch zunäsch, schwätzt se durch d'Näht naus!"