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Geologie Forscher: Stuttgart 21 ist Chance

dpa/lsw, vom 23.01.2011 17:50 Uhr
Von Wendlingen nach Ulm ist eine Neubaustrecke geplant. Foto: dpa
Von Wendlingen nach Ulm ist eine Neubaustrecke geplant. Foto: dpa
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Laichingen - Höhlenforscher wollen beim Projekt Stuttgart 21 eng mit der Deutschen Bahn zusammenarbeiten. In der Bauphase sollten Forschertrupps bereitstehen, um neu entdeckte Hohlräume unter der Erde zu erkunden, sagte die Vorsitzende des Landesverbandes für Höhlen- und Karstkunde, Petra Boldt, in Laichingen (Alb-Donau-Kreis). „Die Deutsche Bahn hat konkretes Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns gezeigt.“ Das Bahnprojekt sei eine Chance für die Höhlenforschung, weil es wertvolle Einblicke in die Geologie der Schwäbischen Alb ermögliche.

Im Rahmen des umstrittenen Milliardenbauprojekts Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm sind 63 Kilometer Tunnel geplant, etwa die Hälfte in und um Stuttgart und die andere Hälfte auf der Strecke nach Ulm. Die meisten Höhlenforscher schlossen sich auf der Delegiertenversammlung des Verbandes am Samstag in Laichingen der Meinung ihrer Vorsitzenden an. Besonders bei den Bauarbeiten für die Schnellbahnstrecke von Stuttgart nach Ulm rechnen die Forscher mit der Entdeckung zahlreicher bislang unbekannter Hohlräume.

Das Bauprojekt könnte den Höhlenforschern wieder Auftrieb geben, denn zuletzt mussten die Forscher mit Entdeckungen eher geizen: Im vergangenen Jahr meldeten die baden-württembergischen Höhlenvereine den Angaben zufolge nur fünf Neuentdeckungen an die Behörden, so wenige wie noch nie. In der Region um das Höhlensystem bei Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) seien aber große Fortschritte erzielt worden. Zum Beispiel sei die sogenannte Hessenhauhöhle im vergangenen Jahr auf einer Tiefe von 125 Metern erkundet worden. Damit sei dies die zweittiefste Höhle der Schwäbischen Alb. Auf der Schwäbischen Alb sind nun den Angaben zufolge 2718 Höhlen bekannt.

Kommentare (53)
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JAN
29
13:53 Uhr, geschrieben von Rulamann
Steinzeit
K21-Befürworter haben immer schon gewusst, dass S21 ein Projekt des vergangenen Jahrhunderts ist. Jetzt wird es noch deutlicher: Die Marschrichtung des Projektes deutet klar in Richtung verkehrspolitische Steinzeit.
JAN
27
19:49 Uhr, geschrieben von henry66
@ Laternser sehr aufschlußreich!
Sie erlauben dass ich fasse Ihre Aussage nochmals kurz zusammenfasse: - Die Höhlenforscher dürfen beim Tunnelbau angeschnittene Höhlen dokumentieren, müssen darüber aber stillschweigen wahren! - Ich versteh Sie richtig: "Erst nach Bendigung der Tunnelbauten darf die Öffentlichkeit darüber informiert werden" Was hat die Bahn AG hier wohl zu verbergen? Ich erinnere mich an die Schlichtung. Wollte uns Hr. Prof Wittke nicht weismachen, dass die Geologie bestens untersucht wurde und keine geologischen Überraschungen und somit Kostenexplosionen zu erwarten seien? Wer so agiert wie die Bahn dies gemäß Ihrer Beschreibung getan hat, hat viel, viel zu verbergen. Spätestens jetzt muß doch jedem vernünftigen Bürger klar werden, dass S21 und die NBS ein Kostendesaster werden!
JAN
27
15:26 Uhr, geschrieben von Ralf Laternser
Brief eiens Höhlenforschers
Liebe K21-Unterstützer, kurze Vorstellung zu meiner Person: Ich bin Höhlenforscher und Mitglied in einem Höhlenverein auf der Schwäbischen Alb. Vergangenen Samstag, den 22.1.11 fand die Landesdelegiertenkonferenz der baden-württembergischen Höhlenforscher statt. Bei dieser Delegiertenkonferenz wurde beschlossen, dass die Höhlenforscher mit der Deutschen Bahn beim Bau der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm im Bereich der Schwäbischen Alb kooperieren (siehe Presseartikel von Montag, 24.1.11 oder Pressebereich von "ARGE-Grabenstetten.de"). Dieser Beschluss ist schockierend. Schlimmer noch als die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ist, dass die Höhlenforscher beim Tunnelbau angeschnittene Höhlen dokumentieren dürfen, aber zum Stillschweigen während der Bauphase von der Deutschen Bahn verpflichtet wurden. Erst nach Bendigung der Tunnelbauten darf die Öffentlichkeit darüber informiert werden. Die Bahn diktiert - Höhlenforscher, die sich dem Umwelt- und Naturschutz verschrieben haben, kuschen. Dies zu Eurer Info. Bei uns Höhlenforschern heißt es "Glück tief!", aber bei "Stutgart 21 und Neubaustrecke Stuttgart-Ulm" heßt es "OBEN BLEIBEN!" ........ Zitat: "Schlimmer noch als die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ist, dass die Höhlenforscher beim Tunnelbau angeschnittene Höhlen dokumentieren dürfen, aber zum Stillschweigen während der Bauphase von der Deutschen Bahn verpflichtet wurden" Redeverbot für Forscher durch die DB. Damit macht scih die ARGE Höhlenforscher lächerlich und entbehrlich im Bezug die freie geologische Forschung !
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Planungsvorschläge der Bürger sind nicht gefragt
Nur die Bahn darf Varianten präsentieren – Start verschoben – Kritik am Verfahren.
Filderdialog stößt auf Desinteresse
[Kommentare 23] Der Filderdialog zu Stuttgart 21 startet mangels Bürgerbeteiligung erst Mitte Juni.

 

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