Artikel weiterempfehlen Artikel drucken Artikel kommentieren
Artikel bewerten [4.50/16]

Gegenkandidat zu Gauck Linke und Piraten bringen Georg Schramm ins Gespräch

dpa, vom 21.02.2012 16:21 Uhr
Der Kabarettist Georg Schramm Foto: dpa
Der Kabarettist Georg Schramm Foto: dpa
Siehe auch

Berlin - Anhänger der Linken und der Piratenpartei haben den Kabarettisten Georg Schramm als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl ins Gespräch gebracht. Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine sprach in der „Saarbrücker Zeitung“ von einem „interessanten Vorschlag“. Die Linke will am Donnerstag in einer Spitzenrunde entscheiden, ob sie am 18. März einen eigenen Kandidaten gegen Joachim Gauck ins Rennen schickt. Außer Schramm sind bisher keine anderen Namen öffentlich genannt worden.

Lafontaine sagte, der Kandidat müsse das Vertrauen der Bevölkerung genießen. „Der Kandidat Gauck hat in grundlegenden Fragen eine andere Meinung als die Mehrheit der Bevölkerung.“ Die Linke lehne Gauck vor allem ab, weil er Hartz IV und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr befürworte. „Wir können diesen Kandidaten, der etwas aus der Zeit gefallen ist, nicht mittragen.“

Die Linke stellt rund 10 Prozent der Wahlleute in der Bundesversammlung. Ein Mitglied der Linksjugend solid startete bereits am Sonntag eine Unterschriftensammlung im Internet für den 62-jährigen Kabarettisten Schramm, die bis zum Dienstagnachmittag rund 700 Unterstützer fand.

Auf der Internet-Seite der Piratenpartei läuft bereits seit vergangenem Freitag eine Initiative für Schramm. Der Kabarettist verfüge „über die nötige Macht der Sprache, um ein Amt, das vom Wort lebt, auszufüllen“, heißt es dort zur Begründung. Die Piratenpartei stellt zwei Berliner Vertreter in der Bundesversammlung und kann ebenso wie die Linke einen eigenen Kandidaten vorschlagen.

 

Kommentare (16)
» Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
  • Kommentare schreiben
Anzeigen
FEB
24
21:29 Uhr, geschrieben von Th. Fuchs
nehmt doch Modrow...
...ein wegen Wahlfälschung rechtskräftig verurteilter SED-Altkaderfunktionär, wäre das nicht ein "würdiger" Kandidat dieser Partei? Die SED/PDS/LINKE kann sich meinetwegen noch ein fünftes Mal umbennen. Der alte rote Mief bleibt der selbe.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
0
Kommentar bewerten
FEB
23
11:53 Uhr, geschrieben von Albert Seitzer
Ich kann mir nicht vorstellen,
dass sich Herr Schramm vereinnahmen läßt. Hat er damals in Rust nicht sogar seine Gagegeber hochgenommen! Herr Gauck dagegen wird immer stromlinienförmiger, kein Wunder, dass man sich auf ihn jetzt einigen kann. Pro Kriegseinsatz, pro Legalisierung der Finanzmafia, pro staatlich erzeugte Armut, selbst bei der Sache mit der Stasiunterlagenbehörde gibt es solche schönen Anpassungsleistungen. Die offiziellen Stasimitarbeiter wurden teilweise weiter beschäftigt, die IM, = inoffizielle Mitarbeiter, die untersten wurden hops genommen. Aber das ist ein wirklich schwieriges Thema, das darf man erst nach dem Tod von Herrn Gauck bereden. Also Herr Gottschalk u. a. können sie politisch nicht im Ernst auf eine Stufe mit Herrn Schramm stellen, selbst Herr Richlin wirkt auf mich eher besserwisserisch als durchblickerisch. Es bleiben leider nur die Linken und Piraten für einen guten Kandidatenvorschlag.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
1
Kommentar bewerten
FEB
22
23:04 Uhr, geschrieben von Z.
Linke braucht sich nicht zu wundern ...
Die Linke braucht sich nicht zu wundern, bei den Gesprächen um den gemeinsamen Kandidaten nicht eingeladen worden zu sein. Und zwar nicht wegen Schramm, aber ich erinnere daran: gegen Wulff und Gauck hatte sie einst einen Tatort-Schauspieler aufgestellt. Eine dermaßen klare Distanzierung von der Würde des Bundespräsidenten ist nichts Geringeres als ein Affront gegen die Demokratie der "BRD". Da passt Schramm als weitere Lachnummer. Und die Linke passt nicht in Gesprächsrunden über zukünftige Bundespräsidenten.
Kommentar postiv bewerten
Kommentar negativ bewerten
3
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  6
nächste
„Wir brauchen neue Gaskraftwerke“
Stephan Kohler von der Deutschen Energie-Agentur nimmt den Bund in die Pflicht.
Lafontaine zieht Kandidatur zurück
Lafontaine zieht seine Kandidatur für den Linken-Vorsitz zurück und überlässt Bartsch das Feld.

 

Anzeige
Nachrichtenticker
20:55   US-Passagiermaschine wegen Bombenverdachts umgeleitet
20:47   Nach Amokalarm an Schule - Schütze auf Sportplatz festgenommen
20:27   Schütze von Memminger Schule gefasst
20:16   Eil +++ Schütze von Memminger Schule gefasst
20:11   Nach Amokalarm an Schule - Polizei spricht mit Schützen
1   2   3   4   5   6   7   weiter
» aktualisieren
Video
Interaktiv
  • Umfrage
VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen

Der Vertrag von Arthur Boka beim VfB läuft aus und Bobic/Labbadia überlegen nun doch, den Linksverteidiger zu behalten. Soll Boka weiter für den VfB spielen?

 
Ja sicher, Boka hat sich einen neuen Vertrag beim VfB verdient
Nein. Boka hatte so viele Chancen, ist aber einfach nicht gut genug
 
(Ergebnis anzeigen)
 
  • Facebook
  • Foren
  • Twitter
 
Lesen Sie sich die Druckausgaben digital im Originallayout mit allen Bildern durch.
ePaper
 
Für Abonnenten
Für Kaufinteressenten
» Abonnement
» StN Digital
» Einzelexemplar
» Infos
» Preise