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Gegen VfB Stuttgart DFB-Pokalspiel: Kölner sauer auf Stuttgarter Polizei

Wolf-Dieter Obst, 21.12.2012 18:01 Uhr

Stuttgart - Hat die Polizei überreagiert? Oder müssen sich Fußballfans nach der Verabschiedung des neuen Sicherheitskonzepts der Deutschen Fußball-Liga öfter darauf einstellen, splitternackt durchsucht zu werden? Die Debatte um schärfere Sicherheitsmaßnahmen gegen Fußballfans ist nach dem DFB-Pokalspiel des VfB Stuttgart unter den Kölner Fans heiß entbrannt. Die werfen der Stuttgarter Polizei vor, an den FC-Fans ein Exempel statuiert zu haben.

Die Geschichte spielte sich am Mittwochabend vor dem Anpfiff ab, als ein Reisebus mit Kölner Fans vom Fanclub Rut-Wiess Colonia in einen abgesperrten Bereich des Stadions gelotst wurde. Die Polizei hatte Hinweise erhalten, dass bei der Anfahrt an der Raststätte Lorsch an der A 67 ein Böller gezündet worden sei.

Die Fans wurden nach draußen gebracht und durchsucht, anschließend erkennungsdienstlich behandelt mit Namen und Fotos. Dann ging es in die neue Stadionwache. „Was dort abging, war der Hammer: Wir mussten uns komplett entkleiden!“ Die Vorgehensweise wurde als unangemessen und übertrieben empfunden: „Die Prostatauntersuchungen kann man sich sparen“, schimpft ein Kölner Fan, der den Vorgang als entwürdigend empfand.

Der Stuttgarter Polizeisprecher Jens Lauer verteidigt dagegen die Vorgehensweise: „Hier geht es nicht um Ordnungswidrigkeiten, sondern um Straftaten“, sagt er, „solche Sprengkörper im Stadion sind gefährlich und könnten zu schwersten Verbrennungen führen.“ Außerdem habe sich der Verdacht am Ende auch auch bestätigt: „Bei zwei Fans wurden Böller gefunden“, so Lauer, „das waren Selbstlaborate beziehungsweise verbotene osteuropäische Feuerwerkskörper.“

Sprengstoffsuchhunde fanden im besagten Bus außerdem zwei Feuerwerkskörper, die aber niemandem mehr zugeordnet werden konnten. Dabei hatte die Polizei bei den erkennungsdienstlichen Maßnahmen jeweils die Sitzplatznummer des jeweils Kontrollierten registriert.

Allerdings hatte die Stuttgarter Polizei keinen jener Suchhunde an Ort und Stelle, die derzeit von der Bundespolizei eingesetzt werden. Diese Spezialspürnasen sind auch für die Suche unmittelbar an Menschen ausgebildet – und können binnen weniger Sekunden versteckte Pyrotechnik aufspüren. Den Betroffenen bleibt bei dieser Methode eine komplette Entkleidung erspart – sie ist auch weniger zeitaufwendig. Nach dem Konzept der Bundespolizei kommen diese Spürhunde bereits an den Abfahrtsbahnhöfen der Gästefans zum Einsatz – und sind dabei auch des öfteren fündig geworden.

 
 
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Kommentare (10)
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DEZ
30
Stefan, 02:02 Uhr

Ende - Aus

Sollen sie doch in Zukunft mit Ihren millionenschweren Durchschnittskickern, vor Ihrem Family-Ticket Publikum (Popcorn-Cola prepaid konsumierend!) spielen!!! Der Fußball in den oberen Regionen entfernt sich vollkommen von seinen Wurzeln und somit von seinen Grundlagen. Das Feuerwerk nicht wirklich in ein Stadion gehört kann ich verstehen. Warum der DFB einem dann aber nach jedem DFB-Pokalendspiel vom Tribünendach aus fast das Trommelfell wegschießt? Vielleicht sollte Feuerwerk einfach wirklich komplett verboten werden? Im Stadion und an Silvester! Denn am 31.12. gibt es sicherlich wieder mehr Verletzte, als in der Geschichte der ganzen DFL. Wenn ich dann immer die Polizei jammern höre, dass man kein Personal hat und dann plötzlich derart überzogene Einsätze (bei einem Spiel mit 20.000 Zuschauern....) gefahren werden - Herr Innenminister: Dann sollten Sie Ihre Polizisten vielleicht doch sinnvoller einsetzen! Aber vielleicht ist hier ja auch wieder die beamtliche Arbeitsbeschaffung und -sicherung am Werke?

DEZ
27
Schwaben-HH, 19:12 Uhr

Schwachköpfe

Ich werde ganz sicher nicht in den Tenor von Presse und DFL-Verantwortlichen einsteigen und Fußball-Fans von vornherein kriminalisieren. Ich bin nämlich selbst einer. Und ob eine derartige Durchsuchung dieses Umfangs verhätlnismäßig ist, möchte ich ebenfalls in Zweifel ziehen. Aber eine kleinen Schaar sogeannter Fans mit Profilneurose im Vakuum-Hirn ist es zu verdanken, dass mitlerweile zu so drastischen Maßnahmen gegriffen wird, die leider auch viele Unbeteiligte treffen. Wenn ich ein Fußballspiel besuche, dann allein vor dem Hintergrund, dass ich Fußball live sehen möchte. Ich kaufe mit meinem Ticket weder Bengalofeuerwerk oder sonstige Pyrotechnik Attraktionen. Und ich kann mich im Gegensatz zu Sylvester dann auch im Übrigen diesen 'Fans' und ihren Aktionen situativ nicht einfach räumlich entziehen, denn ich hänge mit zig Tausenden, die ebenfalls kein Bock auf Verbrennung und anschließende Sippenhaft durch polizeiliche Maßnahmen haben, in meinem Block fest und kann am Ende froh sein, dass ich meinen 12-jährigen Sohn nicht mitgenommen habe. Schönen Dank auch an alle Spinner, die meinen, Pyrotechnik wäre ein bürgerliches Grundrecht!

DEZ
23
martin, 19:07 Uhr

frank

...vor allem sollte man Feuerwerk an Sylvester verbieten da viele Leute schon recht alkoholisiert ist..oder man lässt Raketen nur noch auf bestimmten Bereichen unter polizeilicher Aufsicht und nach Alkoholkontrolle abrennen.....*ironiemodusaus*

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