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Marbach - Das Rätsel um eine blutverschmierte Damenjacke, die am vergangenen Samstag bei Marbach am Neckar (Kreis Ludwigsburg) gefunden worden war, ist gelöst. Am Montagabend meldete sich die Eigentümerin bei der Polizei. Die 47-Jährige gab an, sie sei auf dem Heimweg von einer Besenwirtschaft am frühen Freitag Abend dort gestürzt und habe sich verletzt. Warum die Jacke dort zurückblieb, ist allerdings nach wie vor im Unklaren.
Ein Spaziergänger hatte am vergangenen Samstag gegen 13.40 Uhr auf einer Streuobstwiese zwischen Marbach und Affalterbach eine rote Damen-Fleecejacke und einen dunklen Schal aus dem gleichen Material entdeckt. Der genaue Fundort lag bei einem Feldweg südöstlich der Lemberghöfe. In einer Tasche befand sich ein Schlüsselbund mit einem Autoschlüssel. An der Jacke, deren Ärmel nach links gedreht waren, fand die Kriminaltechnik Blutspuren und längere rote Haare.
Dieser Fund sowie die Angaben, die ein Autofahrer bereits am Freitagabend bei der Polizei gemacht hatte, versetzte die Ermittler in Alarmbereitschaft. Ein Autofahrer hatte am Freitag gegen 19.30 Uhr auf Höhe der Wengertergenossenschaft Marbach eine hilflos scheinende Person gesehen sowie zwei weitere Personen beobachtet, die die Frau auf dem Feldweg begleiteten. Der Autofahrer wendete, sah aber lediglich zwei Autos aus dem Feldweg ausfahren. Die Szene hatte sich etwa 1,4 Kilometer von der Fundstelle der Jacke entfernt ereignet.
Nachdem der Autofahrer die Polizei verständigt hatte, suchten die Beamten den Bereich zu Fuß, mit Hundestaffeln und einem Helikopter mit Wärmebild-Kamera ab - ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei Bietigheim rief daraufhin Zeugen auf, sich zu melden, und veröffentlichte ein Foto der Textilien. Mit dessen Hilfe hofften die Ermittler der Sache auf die Spur zu kommen. Mit Erfolg, wie man jetzt sieht.