Früherer OB Tappeser zieht es zurück in die Politik

Frank Krause, 22.02.2013 17:08 Uhr

Stuttgart/Rottenburg - Der frühere Oberbürgermeister von Rottenburg, ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete und amtierende Präsident des Württembergischen Landessportbunds (WLSB), Klaus Tappeser, will wieder in die Politik und strebt deshalb eine Kandidatur bei der Europawahl 2014 an. „Ich bin ein politischer Mensch, und deshalb reizt mich diese Aufgabe“, bestätigte der 55-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Vorentscheidung fällt in wenigen Wochen, wenn sich die Delegierten des CDU-Bezirksverbands Württemberg-Hohenzollern zum Listenparteitag treffen. Dann wird sich entscheiden, wen die Partei als Nachfolger von Elisabeth Jeggle für die Europawahl nominiert. Jeggle gehört seit 1999 dem EU-Parlament an und wird bei der Wahl nächstes Jahr nicht mehr kandidieren.

Die endgültige Entscheidung fällt am 27. April, wenn die Südwest-CDU bei einem Landesparteitag in Fellbach ihre Kandidatenliste für die Europawahl aufstellt. Bei der letzten Europawahl im Jahr 2009 waren sechs CDU-Abgeordnete aus Baden-Württemberg ins Europaparlament eingezogen, Jeggle stand damals auf Platz drei der Liste. In der Südwest-CDU werden Tappeser gute Chancen eingeräumt, den Sprung auf die europäische Bühne zu schaffen. Allerdings wird er bei der Vorentscheidung zwei Gegenkandidaten haben: Zum einen Gerhard Glaser, Landwirt und stellvertretender Präsident des baden-württembergischen Bauernverbands. Zum anderen Norbert Lins, der im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium arbeitet und stellvertretender Vorsitzender im CDU-Bezirk Württemberg-Hohenzollern ist.

Tappeser war einst OB von Rottenburg, ehe ihn der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) im Jahr 2006 als Ministerialdirektor zum Amtschef im Wissenschaftsministerium machte. Mit dem Regierungswechsel 2011 verlor Tappeser seinen Job und machte sich als Berater selbstständig.

 
 
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Kommentare (1)
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FEB
22
V wie Vendetta, 19:17 Uhr

Die gut gefüllten Töpfe der EU-Bürokraten-Kantine locken

Wieder so ein ' politischer Mensch' der sich berufen fühlt, gutes zu tun, für wen bitte ? Für sich selbst ,in erster Linie. Die Diäten eines EU- Hinterbänklers sind die wahre Lockung dieses Herrn . Eine super Karriere , beendet vorläüfig durch die neue Landesregierung, der Herr Beamter befindet sich aktuell im einstweiligen Ruhestand bei vollen Bezügen. Das reicht halt nicht , oder aus Langeweile läßt man sich durch seinen Partei-Kader auf die Wahlliste für das EU-Parlament hiefen. Schön wenn man solch einem Verein der ' Alle für Einen und Einer für alle ) angehört. Die Parteien-Kader pflegen Ihre Pflänzchen, sofern sie nicht zu wuchern beginnen. Anmerkung zum Schluß : Sind sich die StN alls Werbeträger für solche Politik-Figuren nicht zu schade ? Ist das der freie , unabhänige Jornalismus der jetzigen Zeit, oder was passiert eigentlich in diesem sich zu immer deutlichern postsozialistischen Werten verändernden Bundesdeutschen Staat. Mein Gefühl sagt mir, daß das nicht gut gehen kann. Wir sind schon mehr DDR 2.0 als BRD 1.0.

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