Früherer OB Tappeser zieht es zurück in die Politik

Von Frank Krause 

Klaus Tappeser. Foto: StN
Klaus Tappeser.Foto: StN

Den früheren Oberbürgermeister von Rottenburg, Klaus Tappeser, zieht es zurück in die Politik. Der WLSB-Präsident will für das Europaparlament kandidieren.

Stuttgart/Rottenburg - Der frühere Oberbürgermeister von Rottenburg, ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete und amtierende Präsident des Württembergischen Landessportbunds (WLSB), Klaus Tappeser, will wieder in die Politik und strebt deshalb eine Kandidatur bei der Europawahl 2014 an. „Ich bin ein politischer Mensch, und deshalb reizt mich diese Aufgabe“, bestätigte der 55-Jährige auf Nachfrage unserer Zeitung. Eine Vorentscheidung fällt in wenigen Wochen, wenn sich die Delegierten des CDU-Bezirksverbands Württemberg-Hohenzollern zum Listenparteitag treffen. Dann wird sich entscheiden, wen die Partei als Nachfolger von Elisabeth Jeggle für die Europawahl nominiert. Jeggle gehört seit 1999 dem EU-Parlament an und wird bei der Wahl nächstes Jahr nicht mehr kandidieren.

Die endgültige Entscheidung fällt am 27. April, wenn die Südwest-CDU bei einem Landesparteitag in Fellbach ihre Kandidatenliste für die Europawahl aufstellt. Bei der letzten Europawahl im Jahr 2009 waren sechs CDU-Abgeordnete aus Baden-Württemberg ins Europaparlament eingezogen, Jeggle stand damals auf Platz drei der Liste. In der Südwest-CDU werden Tappeser gute Chancen eingeräumt, den Sprung auf die europäische Bühne zu schaffen. Allerdings wird er bei der Vorentscheidung zwei Gegenkandidaten haben: Zum einen Gerhard Glaser, Landwirt und stellvertretender Präsident des baden-württembergischen Bauernverbands. Zum anderen Norbert Lins, der im Stuttgarter Landwirtschaftsministerium arbeitet und stellvertretender Vorsitzender im CDU-Bezirk Württemberg-Hohenzollern ist.

Tappeser war einst OB von Rottenburg, ehe ihn der damalige Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) im Jahr 2006 als Ministerialdirektor zum Amtschef im Wissenschaftsministerium machte. Mit dem Regierungswechsel 2011 verlor Tappeser seinen Job und machte sich als Berater selbstständig.

Bewerten
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen? Vielen Dank für Ihre Bewertung!
1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne 4.33
Integrationsgesetz Baden-Württemberg erwartet Nachbesserungen

Von 27. Mai 2016 - 9:15 Uhr

Das geplante Integrationsgesetz des Bundes darf nach Ansicht von Baden-Württembergs Sozial- und Integrationsminister Manfred Lucha kein „Papiertiger“ sein. Es müsse in der Praxis funktionieren, sagt der Grünenpolitiker.