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Fritz Zipperle stellt sich zur Wahl

"Strohgäu Extra", vom 23.02.2012 02:38 Uhr
Fußball Die Renninger Abteilung scheint gerettet, muss aber in der neuen Saison einen Trainer suchen. Von Nathalie Mainka

Die Renninger Fußball-Fans können aufatmen. Das runde Leder wird auch in Zukunft am Rankbach rollen. Am Montagabend will der kommissarische Fußball-Chef Jürgen Clausen bei der Abteilungsversammlung im Sportpark-Restaurant (Beginn 20 Uhr) einen Kandidaten präsentieren. Noch im Januar hatte er bei einer außerordentlichen Abteilungsversammlung ungeschönt aufgezeigt, was passieren würde, wenn sich kein Nachfolger für Viktor Strehle finden würde, der nach internen Unstimmigkeiten bereits im September des vergangenen Jahres nach internen Unstimmigkeiten seinen Rücktritt als Abteilungsleiter erklärt hatte (wir berichteten). Mit Hochdruck suchte Jürgen Clausen in den vergangenen Wochen nach einer Lösung, um die mögliche Auflösung der Fußball-Abteilung zu verhindern - und ist mit Fritz Zipperle fündig geworden.

Der 67-Jährige ist seit 25 Jahren dem Renninger Fußball verbunden, wechselte vor sieben Jahren ins Präsidium des Gesamtvereins. Dort sind er und Birgit Schnegotzki derzeit die beiden Vizepräsidenten. "Es kann nicht sein, dass es in Renningen keinen Fußball geben wird, nur weil wir keinen Abteilungsleiter finden", sagt Zipperle, "ich habe großes Interesse, dass es weitergeht, deshalb stelle ich mich zur Wahl". Neu zu besetzen ist auch das Amt des sportlichen Leiters. Frank Kopetsch, der nach Ditzingen zieht und beruflich gefordert ist, stellt sich nicht mehr zur Wahl. Und wenn am Freitag, 30. März, die Mitgliederversammlung des Gesamtvereins stattfindet, müssen auch hier personelle Entscheidungen getroffen werden. Die Vereinsführung um die Präsidentin Els Clausen wird sich auf die Suche nach einem Nachfolger für Fritz Zipperle machen müssen. Und auch Schatzmeister Adolf Knees wird nicht mehr kandidieren.

Welche Schwerpunkte Fritz Zipperle in der Fußball-Abteilung setzten wird, darüber wird er sich nach der Wahl - einen Gegenkandidaten wird er wohl nicht haben - mit dem Führungsgremium Gedanken machen. Jürgen Clausen hatte bereits angekündigt, dass sich die Abteilung einen Fußball-Kader, dessen Etat sich in der laufenden Saison auf rund 55 000 Euro beziffert, künftig nicht mehr leisten könne.

Fakt ist auch, dass sich die erste Mannschaft, die auf dem dritten Tabellenplatz der Bezirksliga überwinterte, in der kommenden Saison 2012/2013 einen neuen Trainer suchen muss. Wolfgang Buck, der im April zum zweiten Mal Vater wird, möchte mindesten ein Jahr Pause vom Fußball machen. "Ich bin seit 20 Jahren dabei, jetzt will ich es mal ein bisschen ruhiger haben, um mich mehr meiner Familie widmen zu können", sagt der 36-Jährige und betont, dass seine "Entscheidung aber nichts mit den aktuellen Entwicklungen in der Abteilung zu tun hat." Froh und erleichtert sei er, dass es in Renningen "gut und ordentlich mit dem Fußball weitergeht, das ist ein positives Zeichen".

Doch er selbst möchte sich jetzt auch mal anderen Dingen widmen können und seine Wochenenden und Urlaubstage unabhängig vom Fußball planen. Wolfgang Buck, der in Schafhausen zu Hause ist, kam in jungen Jahren zur SpVgg Renningen, spielte dann auch in Bonlanden, Ditzingen, Schwieberdingen und Rutesheim und kehrte als Spielertrainer zurück an den Rankbach. Nach einer Rückenverletzung möchte er endlich wieder selbst aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. Im Test gegen den TSV Flacht am Dienstagabend, den seine Mannschaft mit 4:1 Toren gewann, schaute er aber noch einmal zu.

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