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Forschungsvorhaben Navigar führt durch Stau – Tester gesucht

Von Konstantin Schwarz 

Daten aus der Verkehrsleitzentrale, die auf das Navi gespielt werden, können Autofahrern helfen Foto: Leif Piechowski
Daten aus der Verkehrsleitzentrale, die auf das Navi gespielt werden, können Autofahrern helfenFoto: Leif Piechowski

Vor allem in Städten fehlt eine Verknüpfung zwischen dem öffentlichen Verkehrsmanagement und den privaten Navigationsanbietern. Das Forschungsprojekt Navigar will das ändern. Dazu werden von der Universität Stuttgart Probanden für eine halbjährige Testphase gesucht.

Stuttgart - Viele Autofahrer verlassen sich bei der Routenwahl auf ihr Navigationssystem. Rund 25,6 Millionen der elektronischen Wegzeiger, die den dicken Straßenatlas ersetzen, sind seit 2007 in Deutschland verkauft worden. Der Weg, den das Navi weist, kann aber manchmal in den Stau führen. Vor allem in Städten fehlt eine Verknüpfung zwischen dem öffentlichen Verkehrsmanagement und den privaten Navigationsanbietern.

Das Forschungsprojekt Navigar will das ändern. Dazu werden von der Universität Stuttgart Probanden für eine halbjährige Testphase gesucht (http://bit.ly/1JwuJfo). Sie sollen regelmäßig in Stuttgart mit dem Auto unterwegs sein, ein Smartphone mit Android-Betriebssystem verwenden und bereit sein, sechs Monate lang eine spezielle Navigations-App von Garmin zu nutzen. Nach der Testphase erhalten die aktiven Teilnehmer eine Vollversion.

Navigar ist die Abkürzung für Nachhaltige Verkehrssteuerung mit integrierter Navigation in der Region Stuttgart. Das Forschungsvorhaben wird von der Stadt und dem Verband Region Stuttgart sowie dem Land gefördert und soll einen Baustein dazu liefern, den Verkehrsteilnehmern künftig über ein Navi einheitliche Informationen zur Verfügung zu stellen.

Aus der Stuttgarter Verkehrsleitzentrale könnten zum Beispiel Staumeldungen eingespielt und Ausweichrouten oder freie Parkhäuser angezeigt werden. Staus und unnötiger Verkehr sollen damit eingedämmt werden. Weil dazu keine neuen Hinweistafeln oder Digitalanzeigen aufgebaut werden müssten, gilt das System als kostengünstige Lösung. In der Versuchsphase werden bei Verkehrsstörungen oder Streckensperrungen Alternativrouten und auch Alternativparkplätze angeboten, außerdem soll das jeweilige Ziel grundsätzlich über Hauptverkehrsstraßen statt Nebenstrecken erreicht werden.

Die Wege, die die Testfahrer letztlich einschlagen, werden anonymisiert aufgezeichnet. So soll die Akzeptanz der eingespielten Vorschläge untersucht werden.

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