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Fola Dada DSDS: Die Frau, die das Singen lehrt

Bettina Hartmann, vom 03.04.2011 06:00 Uhr
Fola Dada Foto: Simone Krauth / promo
Fola Dada Foto: Simone Krauth / promo
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Stuttgart - Sarah ist "zu wackelig", Zazou nervt, Ardian immerhin "groovt gut", findet Dieter Bohlen. Auf Fola Dada wartet Arbeit. Die Stuttgarterin ist Gesangstrainerin bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar". Damit's nächstes Mal besser klappt, wird sie mit den Kandidaten üben, üben, üben.

Zitternd steht Zazou auf der Bühne. Eben hat sie "Hot'n'Cold" von Katy Perry interpretiert. Ein tückisches Lied. Die 19-Jährige, die noch zierlicher ist, als sie im Fernsehen wirkt, macht ihre Sache ordentlich. Doch Dieter Bohlen, Juror bei "Deutschland sucht den Superstar" ("DSDS"), packt die Keule aus. Sie sei hier die mit Abstand schlechteste Sängerin, haut er der Schweizerin um die Ohren: "Langsam hab' ich genug von dem Gequake." Und weiter: "Der Vocalcoach führt zu nichts."

Fola Dada (33) wird es nicht gern gehört haben. Die Stuttgarterin sitzt in schwarzen Jeans und schwarzer Bluse am Bühnenrand. Beim Auftritt lächelt sie ihren Schützlingen aufmunternd zu, singt mit, gibt mit den Händen den Takt vor. Ob es Zazou bemerkt hat? Egal. Fola Dada spitzt bei jedem Ton aufmerksam die Ohren. Seit 2005 ist sie bei der Mutter aller Castingshows der Vocalcoach - die Gesangstrainerin.

Gemeinsam mit einem Kollegen versucht sie, den Teilnehmern beizubringen, das Beste aus sich rauszuholen. Wobei das Beste oft gar nicht so viel ist. "Wir haben es mit Leuten zu tun, die Amateure sind, die zum Teil noch nie auf einer Bühne gestanden haben", so Fola Dadas realistische Einschätzung. Eine Gesangsausbildung dauere Jahre. "Es wäre utopisch zu glauben, wir könnten in der kurzen Zeit richtige Stimmbildung machen." Entmutigen lässt sich Fola Dada nicht.

Jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ist sie in den MMC-Fernsehstudios im Einsatz, einem weitläufigen Areal in der Kölner Vorstadt. Dort übt sie mit ihren Schützlingen Atemtechnik, Interpretation und Bühnenperformance, gibt gut gelaunt Tipps, ruft ihnen "Lass den Ton aus dem Saal fliegen!" und "Halte die Spannung!" zu. Sie sprüht vor Energie. An der scheint es Ardian (19) zu fehlen, als er "Beautiful Monster" von Ne-Yo probt. Fola Dada zupft an seinen Wangen, schüttelt ihn, als ob sie ihn wecken wollte. Jetzt geht es für Zazou, die neben Ardian und Sarah (18) zu Dadas Gruppe gehört, auf die Bühne. Das Programm: Wie alle Teilnehmer muss sie ihr Lied zweimal singen. Am Nachmittag hat bei der Kameraprobe jeder erneut einen Doppelauftritt. Am Abend folgt die Durchlaufprobe, am Samstag die Generalprobe - und die Show.

Kommentare (1)
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APR
03
09:13 Uhr, geschrieben von EX-DSDS-Zuschauer
Die wollen Superstar werden?
Ich hab gestern nach einem Film und während der Werbung mal kurz reingezappt. Die 1. Staffel von DSDS, die habe ich noch selbst lückenlos angeschaut und ich fand es noch gut. Da hatte man das Gefühl, da sind die wirklichen Talente durchgekommen. In diesen Tagen werden die Talente, die singen können, offensichtlich aussortiert und es kommt eher drauf an, wer das größere Vorstrafenregister hat oder heftiger zicken kann. Ich fand alle außer Sarah stimmlich total banane. So schlechte Kandidaten so kurz vor einem Finale, das gibts nicht in echt, oder? DSDS ist zu einer Farce verkommen, nicht mal meine Tochter mit pubertierenden 15 Jahren will das noch anschauen und das will was heißen. Assi-TV oder Hartz4-TV nennen die jungen Menschen das knallhart. Und genau das ist draus geworden. DSDS ist tot, RTL will das nicht wahrhaben. Und die Gesangslehrerin sollte eigentlich nur noch einem wirklich talentierten Rohdiamten den letzten Schliff verpassen. Sie muss aber offenbar erst mal bei den Basics anfangen. Das sollen Superstars sein ?? Ein Witz.


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