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Filder Kopf-an-Kopf-Rennen

Julia Barnerßoi, vom 08.02.2012 07:00 Uhr
Am Freitag endete die Wahl für die neuen Jugendräte. Foto: Gabi Ridder
Am Freitag endete die Wahl für die neuen Jugendräte. Foto: Gabi Ridder

Filder - Seit Freitag stehen sie fest – die neuen Stuttgarter Jugendräte. Sie werden in den kommenden beiden Jahren die Interessen des Nachwuchses gegenüber dem Gemeinderat, dem Oberbürgermeister, den Bezirksbeiräten und der Stadtverwaltung vertreten. 13 Sitze gibt es für Sillenbucher Jugendliche und jeweils elf für Degerloch und Plieningen-Birkach.

Im Stadtbezirk Sillenbuch gibt es nach zwei Jahren Pause nun wieder einen offiziellen Jugendrat. Vor zwei Jahren war mangels Kandidaten – ebenso wie in Münster – keine Wahl zustande gekommen . „Wir sind sehr zufrieden, dass es wieder eine Wahl gab“, sagt der stellvertretender Bezirksvorsteher Hans Peter Klein, der den Jugendrat betreut. Doch die Leistung der Projektgruppe, die in den vergangenen beiden Jahren in Sillenbuch als Ersatz für das Gremium gearbeitet hat, dürfe nicht gering geschätzt werden. „Die Mitglieder haben mehr gearbeitet und erreicht als mancher Jugendrat“, sagt Klein. Und das ganz freiwillig, ohne beispielsweise eine Aufwandsentschädigung für die Sitzungsabende zu bekommen. Fünf Jugendliche aus der Projektgruppe haben sich nochmals aufstellen lassen und es in den neuen Jugendrat geschafft, berichtet Klein.

19 Kandidaten auf elf Sitzen

Auch Edgar Hemmerich, der Bezirksvorsteher von Plieningen und Birkach, freut sich, dass genügend Kandidaten für das Gremium zusammengekommen sind. „Wir hatten sogar 19 Kandidaten auf elf Sitze“, sagt er. Mit der Wahlbeteiligung der jungen Birkacher und Plieninger ist er ebenfalls zufrieden. „Es hat sich wieder gelohnt, dass wir mit der fliegenden Wahlurne auf Stimmenfang waren.“

Im Bezirksvergleich war die Wahlbeteiligung in den Bezirken unterm Fernsehturm recht hoch. Mit 30,3 Prozent folgte Sillenbuch den Spitzenreitern Münster und Möhringen. 29,4 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren stimmten in Plieningen und Birkach ab. Lediglich in Degerloch gingen nur 145 der 699 Wahlberechtigten (20,7 Prozent) an die Urnen. Damit lag der Bezirk unter dem Stuttgarter Schnitt von 25,8 Prozent.

Von den „Alten“ profitieren

Die Stimmenauszählung am Freitag war laut Hans Peter Klein spannend. „Teilweise war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen.“ Nach einem Kennenlerntag mit Einführung im Jugendhaus geht es los für die neuen Sillenbucher Räte. Der Übergang werde aber fließend gestaltet, damit die Neuen von den „Alten“ profitieren können. „Schon nach der Bewerbungsphase habe ich alle Kandidaten mit ins Boot geholt. Sie waren bei den vergangenen Sitzungen dabei, um hineinzuschnuppern“, sagt Klein. Ab der nächsten Sitzung wird es ernst. Dann müssen sie ohne die erfahrenen Jugendräte tagen, Projekte planen und Veranstaltungen organisieren. Die fünf Wiedergewählten werden aber sicher ihr Wissen einbringen. Auch in Degerloch sind vier Jugendräte in ihre zweite Amtszeit gewählt worden. Lediglich in Plieningen sind alle elf neu dabei. Bezirksvorsteher Hemmerich freut sich schon auf sie. „Ich finde, es ist eine spannenden Geschichte, mit jungen Leuten zusammenzuarbeiten. Jugendliche sind einfach direkter.“

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