Feuer flammt noch einmal auf

Von "Marbach und Bottwartal" 

Markgröningen Die Ursache für den Brand in der Altstadt ist noch immer unklar. Von Melanie Braun

Markgröningen Die Ursache für den Brand in der Altstadt ist noch immer unklar. Von Melanie Braun

Auch zwei Tage nach dem Ausbruch des Brandes im Wohnhaus in der Finsteren Gasse 19 war das Feuer gestern immer noch nicht vollständig gelöscht. Gegen halb neun morgens schlugen noch einmal Flammen aus dem Gebäuderest - wegen Einsturzgefahr war das Haus bereits am Sonntag bis auf das Erdgeschoss abgebrochen worden. "Die Feuerwehr musste noch einmal richtig löschen", berichtet Daniela Waldenmaier, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ludwigsburg.

Die Ursache für das Feuer ist allerdings immer noch nicht geklärt. Gestern waren die Brandermittler noch einmal vor Ort, eventuell sollen dieser Tage noch Experten des Landeskriminalamtes hinzugezogen werden, sagt Waldenmaier. "Wenn fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung nicht ausgeschlossen ist, ermitteln wir in alle Richtungen", erklärt sie.

Nach dem erneuten Brand gestern Morgen hat Bürgermeister Rudolf Kürner die Hoffnung aufgegeben, wenigstens den ältesten Teil des historischen Gebäudes retten zu können: "Das Erdgeschoss war aus dem 16. Jahrhundert", berichtet er. Es sei sehr bedauerlich, dass dieses alte Gebäude verloren gehe. Allerdings stehe nun vor allem das Wohl der Menschen, die in dem Haus gewohnt haben, im Mittelpunkt.

Offenbar in der ganzen Stadt: "Es gibt eine ganz tolle Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung", lobt Kürner. Noch am Samstagabend, wenige Stunden nach dem Ausbruch des Feuers, habe eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes eine Seite mit einem Spendenaufruf in dem sozialen Netzwerk Facebook gestaltet - darüber hätten sich mehr als 400 Kontakte ergeben. Ein Markgröninger habe daraufhin eine Halle in Kornwestheim zur Verfügung gestellt, in der die vielen Möbelspenden vorübergehend gelagert werden können. Außerdem habe er zwei leerstehende Dreizimmerwohnungen in Ludwigsburg angeboten. Zwei der drei obdachlos gewordenen Familien können nun dort unterkommen, eine weitere Familie wohnt bei Verwandten und eine alleinstehende Frau bei ihrer Mutter.

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