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Fernsehturm Stuttgart offen Nach drei Jahren geht’s wieder aufwärts

Von red/lsw 

Bei strahlendem Wetter haben Stuttgarts OB Fritz Kuhn (links) und SWR-Intendant Peter Boudgoust den Fernsehturm am Freitag nach fast dreijähriger Sanierung wieder eröffnet.

Stuttgart - Drei lange Jahre nach der plötzlichen Schließung wegen fehlenden Brandschutzes ist der Stuttgarter Fernsehturm seit Freitag wieder geöffnet, von Samstag an dürfen alle Besucher wieder hinauf. Pünktlich zum 60. Geburtstag des 217 Meter hohen Wahrzeichens am 5. Februar wird für dieses Wochenende ein Besucheransturm erwartet. Ab sofort steht der erste - und für Schwaben schönste - Fernsehturm der Welt auch wieder voll beleuchtet über dem Stuttgarter Talkessel. Die Fahrt in den 150 Meter hohen Turmkorb ist jedoch teurer - und kostet künftig sieben statt fünf Euro.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne), der das Ingenieurkunstwerk im März 2013 überraschend sperren ließ, sprach von einem „Tag der Freude“ für Stuttgart und die Region. Die Sperrung sei „keine einfache Geschichte“ gewesen, er habe aber nie einen Zweifel daran gehabt, dass der Turm wieder geöffnet werden kann.

Schließung kostete SWR vier bis fünf Millionen Euro

Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks (SWR), betonte, dass es nun auch der erste Fernsehturm sei, der nach einer Schließung habe wiedereröffnet werden können. Das Denkmal stehe für Tradition und Innovation. 1,8 Millionen Euro steckten der Südwestrundfunk (SWR) als Nutzer und die Stadt in den Brandschutz am ersten Stahlbetonfernsehturm der Welt. Alle Kabel im Schaft - auch die Hochfrequenzkabel, denen im Jahr 2000 eine Brandkatastrophe mit mehreren Toten im Moskauer TV-Turm Ostenkino zugeschrieben wurde - erhielten eine „flammenhemmende Umkapselung“ samt „Einblasdämmung“. Breche ein Feuer aus, könne es sich trotz des Kamineffekts im Turmschaft nicht ausbreiten. Zudem könne es jetzt sofort gemeldet und bekämpft werden.

Die Schließung war mit einem fehlenden Rettungsweg begründet worden. Laut SWR kann der Aufzug als erster Rettungsweg auch im Brandfall weiter betrieben werden und die Besucher nach unten bringen. Auch die Treppe im Schaft könne jetzt von der Feuerwehr als Fluchtweg freigegeben werden.

 

Vier bis fünf Millionen Euro Verlust habe der SWR durch die dreijährige Schließung gemacht, rechnete Boudgoust hoch. Dafür gibt es jetzt jede Menge Merchandising mehr, mit dem sich die Besucher eindecken können: süße „Fruchttürmle“ etwa, Strampler mit Turmmotiv, das Getränk „Turm Power“, Honig, Duftanhänger oder Flaschenöffner. Und, den grünen Oberbürgermeister freut’s besonders: Der Aufzug fährt ab sofort mit Ökostrom.

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Am Samstag ist er dann auch für Jedermann geöffnet. Die Fahrt zur 150 Meter hohen Plattform ist jedoch teurer - und kostet künftig sieben statt fünf Euro.

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