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Feinstaubalarm gilt weiter Greenpeace lässt Stickoxid in Stuttgart messen

Von Konstantin Schwarz 

Die Warnung zur schlechten Luft bleibt bestehen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Die Warnung zur schlechten Luft bleibt bestehen.Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der Feinstaubalarm in Stuttgart gilt voraussichtlich auch am Wochenende. Der Luftaustausch ist zu gering, um das Problem zu beseitigen.

Stuttgart - Der am Montag zum vierten Mal in diesem Jahr ausgerufene Feinstaub-Alarm gilt voraussichtlich auch über das Wochenende. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert bis mindestens Sonntag, 24 Uhr, ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre. Daher sei das Ende des Alarms weiter offen, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Auch am Mittwoch war der Feinstaub-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft mit 53 Mikrogramm überschritten worden. Am Donnerstag bewegte sich die Tagesgangkurve der Landesanstalt für Umwelt und Messungen (lubw.de) am Neckartor ebenfalls über der Linie von 50 Mikrogramm.

Greenpeace fordert blaue Plakette

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Donnerstag Stickoxidmessungen vor dem Schickhardt- und Karls-Gymnasium sowie vor dem Bethesda-Krankenhaus durch das Umweltphysik-Institut der Universität Heidelberg veranlasst. Das Institut hatte bereits im Dezember 2015 und Januar 2016 im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe vor Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern gemessen und hohe Werte festgestellt.

Diese Ergebnisse bestätigte der Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser. Die Belastung durch krankheitserregende Stickoxide sei in Stuttgart „deutlich zu hoch“, so Moser. Sie resultiere vor allem aus der großen Flotte dieselbetriebener Fahrzeuge. Da die Belastung in den nächsten Jahren voraussichtlich nicht durch eine bessere Motortechnik gesenkt werden könne, müssten über eine blaue Plakette Auto aus dem Verkehr gezogen werden. Die Einführung dieser blauen Plakette wird auf Bundesebene diskutiert. Der Stickoxid-Grenzwert ist 2015 in Stuttgart am Neckartor an 61 Tagen überschritten worden. Zulässig sind nur 18 Überschreitungen.

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