Der FDP-Ortsverband Leinfelden-Echterdingen hat zum Angriff geblasen. "Wir wollen in den kommenden Wochen die Voraussetzungen für eine gutes Wahlergebnis im März schaffen, und heute befinden wir uns auf der Auftaktveranstaltung", sagte der Ortsverbands-Vorsitzende Axel Dörr beim gestrigen Neujahrsempfang in der Filderhalle. "Unser Ziel ist es, dass wir auch nach der Landtagswahl eine schwarz-gelbe - oder noch besser eine gelb-schwarze - Landesregierung haben", sagte Dörr und ergänzte: "Nennen sie mich fantasielos, aber ich kann mir eine grün-rot-rote Regierung in Baden-Württemberg nicht vorstellen und möchte eine solche verhindert wissen."
Der FDP-Landtagsabgeordnete Ulrich Noll räumte ein, dass die Umfragewerte für die Liberalen derzeit nicht gut seien. Doch er habe in seiner langen politischen Laufbahn viele Überraschungen erlebt. Mit den Worten: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren", machte Noll seinen Parteikollegen Mut. Freilich sei für ihn der Neujahrsempfang in L.-E. eine "Art Abschiedsveranstaltung". Zum Hintergrund: Noll will bei der Landtagswahl nicht erneut kandidieren. Doch mit der Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny und dem Landtagskandidaten Hosam el Miniawy hätten sich engagierte und ambitionierte Nachfolger gefunden, so dass ihm "nicht bange" sei, sagte Noll.
Skudelny fiel das Anknüpfen nach Nolls emotionaler Rede sichtlich schwer. Sie habe in der Bundespolitik gelernt, dass es nicht selbstverständlich sei, gemeinsam für eine Sache einzustehen. Noll hingegen habe es immer geschafft, dass der FDP-Kreisverband zusammenhält, so Skudelny. Miniawy versprach in seiner Wahlkampfrede mehr Bürgernähe, weniger Bürokratie und mehr Generationengerechtigkeit.