Fastenzeit Zehn Gründe nicht zu fasten

Von Nadine Funck 

Für viele Deutsche ist ab dem Aschermittwoch Schluss mit Lustig und stattdessen Zeit fürs Fasten.  Foto: epd
Für viele Deutsche ist ab dem Aschermittwoch Schluss mit Lustig und stattdessen Zeit für's Fasten. Foto: epd

Alkohol, Tabak, Fleisch und Fernsehen: Für viele Deutsche ist von Aschermittwoch an Schluss mit lustig, denn dann beginnt die angeblich so befreiende Fastenzeit - die, wenn man ehrlich ist, doch eher Qual als Befreiung ist. Die zehn besten Gründe, nicht zu fasten.

Stuttgart - Von Aschermittwoch an ist für viele Deutsche Schluss mit lustig. Denn als habe man Weihnachten, Silvester und Neujahr nicht schon genug gegessen, gefeiert und getrunken, mussten Figur, Fitness und Gesundheit während der Faschingszeit in den vergangenen Tagen noch einmal richtig leiden.

Und wie das eben immer so ist, wenn es darum geht, Diät zu halten: Es muss effektiv, aber schnell und schmerzlos sein. Für viele scheint das traditionelle Fasten die ideale Lösung zu sein. Während die einen bis Ostern vier Wochen lang auf Süßigkeiten, Kohlenhydrate, Alkohol oder Fleisch verzichten wollen, gibt es andere, die stattdessen auf Konsum, Internet oder das Auto verzichten wollen.

Aber warum eigentlich zwanghaft 40 Tage lang auf die heißgeliebte Schokolade verzichten müssen, wo am ersten Tag nach 40 Tagen sowieso mit einem noch viel größeren Heißhunger gleich zwei Tafeln Lieblingsschokolade auf einmal gefuttert werden?

Genau aus diesem Grund haben wir zehn Gründe zusammengestellt, warum man nicht fasten sollte:

  1.  Prinzip Neujahrsvorsatz: Man startet recht enthusiastisch – und gibt dann nach spätestens einer Woche wieder auf.
     
  2.  Der Jojo-Effekt: So schnell wie die Kilos purzeln, so schnell sind sie auch wieder auf den Hüften. Das Prinzip gilt nicht nur fürs Essen, sondern auch für alles andere. Wie schön ist es, nach vier Wochen endlich mal wieder mit dem Auto Sprudel zu kaufen und die Lieblingssoap zu schauen? Da fährt man doch gleich noch eine Runde, schaut sich noch einen Film an - und bestellt gleich den Double-Cheeseburger.
     
  3. Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass Fasten gar nicht so gesund sein soll. Sagt das Internet. Aber tatsächlich: Wer strikt auf diverse Lebensmittel verzichtet, kann etwa Eisen- oder Eiweißmängel erleiden.
     
  4. Mal ehrlich, wem wollen wir eigentlich imponieren, wenn wir statt Bier auf einmal Wasser trinken, statt Schokolade Dinkelcracker und anstelle eines Rostbratens lieber Pastinaken verspeisen? Uns selbst oder vielleicht doch eher den Kollegen, Freunden oder der Familie?
     
  5. Maß statt Masse: Bereits vor mehr als zweitausend Jahren hat der griechische Philosoph Aristoteles die Mesoteslehre entwickelt: Im Leben kommt es immer darauf an, die goldene Mitte zu finden. Warum also schwanken zwischen der Völlerei und dem Fasten?
     
  6. Bikinifigur: Einen Sommer wie im vergangenen Jahr werden wir statistisch gesehen so schnell nicht mehr haben. Bis zum Sommerurlaub ist also noch genügend Zeit.
     
  7. Den angebrochenen Wein im Kühlschrank sollte man eigentlich auch noch trinken, bevor er schlecht wird.
     
  8. Schlappe Ausreden: Nächste Woche ist der Geburtstag der besten Freundin – Kann man vom Fasten eigentlich auch Urlaub nehmen? Theoretisch stehen einem ja eigentlich pro Arbeitsmonat zweieinhalb Urlaubstage zu. Und Fasten zählt eindeutig zur Arbeit.
     
  9. Dass fasten gut tun und eine befreiende Wirkung haben soll, ist sowieso gelogen - siehe Punkt 3.
     
  10. Und überhaupt: Geht es uns um den Verzicht aus ethischen Gründen oder doch nur um eine gute Figur und darum, vor den anderen gut da zu stehen?


 

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