Stuttgart-Feuerbach Falscher Voodoo-Zauberer ergaunert mehrere Zehntausend Euro

Von Wolf-Dieter Obst 

Die Polizei hat einen falschen Zauberer festgenommen. Foto: Rebecca Beiter
Die Polizei hat einen falschen Zauberer festgenommen. Foto: Rebecca Beiter

Mit Voodoo-Magie hat ein falscher Zauberer mehr als 50 000 Euro ergaunert. Immerhin konnte der mutmaßliche Betrüger von der Polizei in einem Hotel in Feuerbach festgenommen werden. Doch das Geld ist weg.

Stuttgart - önnen sich Geldscheine mit chemischen Mitteln und Papierstreifen vermehren? Wer daran nicht glaubt, muss nicht weiterlesen – andere dagegen sollten gut aufpassen, um nicht mehr als 50 000 Euro an Betrüger loszuwerden. Der bei der Polizei bekannte Wash-Wash-Trick ist nicht Zauberei, sondern nur ein billiger Trick.

Immerhin konnte der mutmaßliche Betrüger von der Polizei in einem Hotel in Feuerbach festgenommen werden. Der Zauberer mit schwarzer Voodoo-Magie sitzt seit dem Wochenende in Untersuchungshaft.

Sein Opfer, ein 34-Jähriger, muss sein Geld allerdings abschreiben. Dabei hatte vor einigen Wochen alles so überzeugend ausgesehen. Der Geldvermehrer zeigte überzeugend, wie es angeblich funktioniert: Er wickelte einen 50-Euro-Schein mit Papierschnipseln in Alufolie und goss eine Flüssigkeit dazu. Das Ganze reifte angeblich im Dunkel heran – und am Ende waren mehrere 50-Euro-Scheine in der Folie. Dass die Päckchen tatsächlich im Dunkeln ausgetauscht wurden, hatte das Opfer nicht mitbekommen.

Der 34-Jährige stellte sich auch nicht die Frage, warum der 43-Jährige, den er im Oktober 2016 kennen gelernt hatte, es nicht dabei beließ, sein eigenes Geld zu vermehren – sondern dazu auch noch das Geld anderer brauchte. Arglos brachte er im Februar mehrere Zehntausend Euro mit – um daraus Millionen machen zu lassen. Dabei ließ er sich auch noch überreden, das Alu-Päckchen mehrere Tage „reifen“ zu lassen. Bei einer späteren angeblichen Qualitätskontrolle, die nur im Dunkeln stattfinden durfte, tauschte der Geldzauberer das Geldpaket unbemerkt aus. Als der 34-Jährige einige Tage später die vermeintlichen Millionen auspacken wollte, fand er nur Kaffeepacks. Die Polizei konnte den Täter zwar aufspüren, das Geld aber ist weg.

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