Der Oberbürgermeister Werner Spec hat es gern gehört: "Ludwigsburg ist noch attraktiver geworden", sagte Josef Rother. Der Experte von der Gesellschaft für angewandte Kommunikationsforschung (Gefak) hat gestern die Ergebnisse der Unternehmensbefragung für 2010 vorgestellt - und die fällt unterm Strich besser aus als vor drei Jahren. Insgesamt bekommt die Stadt in puncto Gesamtzufriedenheit die Note "gut". Bewertet wurde unter anderem die Verkehrsanbindung, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und Gewerbeflächen, aber auch das Kultur- und Freizeitangebot sowie die sozialen Einrichtungen. Befragt wurden im Stadtgebiet 1000 Firmen verschiedener Branchen mit mehr als einem Beschäftigten. Die Rücklaufquote lag bei rund 24 Prozent. Das entspricht 240 Fragebögen. "Das ist streng genommen nicht repräsentativ, aber sehr aussagekräftig", sagte Josef Rother von Gefak. Klare Tendenzen ließen sich erkennen und damit Handlungsfelder für die Stadt und die Wirtschaftsförderung.
Trotz des Gesamtlobes für die Stadt hat die Befragung auch ergeben, dass der Wirtschaftsstandort Ludwigsburg noch Defizite hat: Die Firmen befürchten vor allem einen Mangel an Fachkräften, in Teilen der Stadt fehlt das Breitbandkabel, und zu wenig Gewerbeflächen seien verfügbar. "Die Untersuchung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Spec. "Aber wir werden uns auch den Aufgaben stellen."
Die Kritik der Firmen an fehlenden Breitbandkabeln stammt aus Poppenweiler. Die betroffenen Straßen sollen in ein Förderprogramm aufgenommen werden, mit dessen Hilfe die Kabel gelegt werden.
Bei den Gewerbeflächen haben die Unternehmen einen Bedarf von rund zehn Hektar angemeldet. Spec ist überzeugt, dass "wir einen Großteil der Wünsche abdecken können". Da die Befragung der Unternehmen nicht anonym gewesen ist, weiß die Stadt nun genau um den Bedarf jeder Firma. Deshalb seien einzelne Betriebe bereits gezielt angesprochen worden. ily