Erste Hochrechnungen Italien vor schwieriger Regierungsbildung

Von dpa 

Nach den Parlamentswahlen in Italien könnte die Regierungsbildung schwierig werden. Nach ersten Hochrechnungen liegt das Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi im umkämpften Senat überraschend vorn.

Rom - Nach den Parlamentswahlen in Italien könnte die Regierungsbildung schwierig werden. Nach ersten Hochrechnungen liegt das Mitte-Rechts-Bündnis des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi im umkämpften Senat überraschend vorn. Für das Abgeordnetenhaus lagen zunächst keine Hochrechnungen vor, Prognosen sahen dort das Mitte-Links-Bündnis Pier Luigi Bersanis vorn.

Im Senat führt das Berlusconi-Lager nach einer Hochrechnung des Rai-Fernsehens vom Montag mit 31,6 Prozent vor Bersanis Bündnis, das auf 29,4 Prozent kommt. Eine zweite Hochrechnung des Sky-Senders kam zu ähnlichen Ergebnissen. Damit wurde der von den Prognosen angegebene Trend im Senat wieder umgekehrt.

Die Populisten der Bewegung „Fünf Sterne“ des Komikers Beppe Grillo wurden den Hochrechnungen zufolge zweitstärkste Einzelpartei in der zweiten Kammer. Sie kommen sensationell auf knapp 25 Prozent. Abgeschlagen an vierter Stelle folgt die Liste des bisherigen Regierungschefs Mario Monti, dessen Bündnis der Mitte nur auf 8,2 bis 9,6 Prozent kommt.

 

Bewerten
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen? Vielen Dank für Ihre Bewertung!
1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne 0.0
Luftwaffen-Stützpunkt Incirlik Ruf nach Bundeswehr-Abzug wird lauter

Von red/dpa 25. August 2016 - 16:50 Uhr

Der Streit um das Besuchsverbot für Abgeordnete am türkischen Stützpunkt Incirlik schwelt schon seit Juni. Die Möglichkeit eines Abzugs will man sich offen halten. Die Bundeswehr schaut sich nach Ersatzorten um.