Entgleiste Waggons in Feuerbach Der Schaden liegt in Millionenhöhe

Wolf-Dieter Obst, 30.11.2012 19:13 Uhr

Stuttgart - Drei 200 Tonnen schwere Güterwaggons sind am Freitagmorgen am Stuttgarter S-Bahnhof Feuerbach entgleist. Die Waggons waren herrenlos und unbemerkt auf ein Schnellgleis gerollt. Ein Mitarbeiter der Bahn bemerkte den Geisterzug und leitete ihn gegen 4 Uhr zu einem Prellbock im Bahnhof Feuerbach um. Ein Waggon krachte daraufhin auf den Bahnsteig und beschädigte einen Dachpfeiler. Die andere Wagen blieben im Gleisbett liegen. „Wie durch ein Wunder ist niemand zu Schaden gekommen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der Bahnsteig war um diese Uhrzeit noch menschenleer, nur zwei Stunden später hätten hier wohl Dutzende Pendler gestanden.

Zur Unfallursache lagen bis zum Abend noch keine Angaben vor. Im Regional- und S-Bahnverkehr kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen. Noch ist unklar wie lange der S-Bahn-Verkehr eingeschränkt bleibt, wie lange Intercity-Züge (IC) und einzelne Regionalzüge (RE) den Stuttgarter Hauptbahnhof nicht mehr anfahren. „Die Aufräumungsarbeiten werden sicher einige Tage dauern“, sagte ein Bahnsprecher.

Nach Angaben von Bahn und Bundespolizei stammen die Waggons vom Güterbahnhof Kornwestheim, dem zweitgrößten Rangierbahnhof des Landes Baden-Württemberg. Warum die Waggons losrollen konnten und weshalb dies zunächst nicht bemerkt wurde, wird nun ermittelt.

Die Höhe des Schadens ist noch unklar, er dürfte aber in die Millionen gehen. Das Bahnhofsgebäude wurde zwar wieder freigegeben, allerdings sind bei dem Aufprall der Waggons Risse an der Fassade entstanden und in dem von Mietern bewohnten Trakt Gasleitungen beschädigt worden.

Mindestens bis zum Wochenende gilt ein Ausweichfahrplan. Die Regionalzüge nach Karlsruhe, Heidelberg, Würzburg und Neckarelz halten vorerst in Kornwestheim oder Bietigheim-Bissingen. IC-Züge nach Karlsruhe, Frankfurt, München und Salzburg halten nicht am Stuttgarter Hauptbahnhof, sondern in Esslingen und Vaihingen/Enz.

 
 
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Kommentare (5)
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tebee Ist schon länger als 1 Jahr her
Die unkontrollierte Fahrt der Güterwagen mit Misständen bei S21 zu assoziieren halte ich gelinde gesagt für gewagt, ich schreib doch Regenwetter auch nicht dem Unvermögen des Wirtschaftsministeriums zu. Die Ursachen dafür müssen ergründet werden und dann werden da auch Konsequenzen gezogen oder Verfahrensweisen abgeändert werden müssen. Die Schienenunternehmen haben ja nicht umsonst 175 Jahre gebraucht um diesen Sicherheitsstandart zu erreichen. Dieser ist wie im wahren Leben bei jedem Ereignis weiterentwickelt worden und dass sich einzelne Wagen unkontrolliert in Bewegung setzen können ist nach meinem Wissen ein Thema auf das jeder Mitarbeiter der damit zu tun hat besonders und wiederkehrend geschult wird.
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Ewald Ist schon länger als 1 Jahr her
Wer verschafft sich im Zweifel einen Vorteil durch diesen Unfall ?
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Herr Samstag Ist schon länger als 1 Jahr her
Werte Herren Strobel und Freitag! Es mag ja sein, dass Ihnen aus rein menschlichen Erwägungen der Unfall schwer zu Herzen gegangen ist. Aber deshalb gleich die Apokalypse der Bahn an die Wand zu malen und den Nutzern der S-Bahn und Eisenbahn Angst machen zu wollen, sie begäben sich tagtäglich in unkalkulierbare Gefahren, das geht nun wirklich zu weit und ist doch reine Hysterie. Unter diesem Gesichtspunkt müssten SOFORT und unmittelbar alle Autobahnen geschlossen werden, außer für Fahrräder. Diese aber nur mit Helm. Zumindest müssten SOFORT die Gefahrguttransporte durch Städte und Dörfer und über Autobahnen unterbunden werden, denn sie sind weitaus gefährlicher und die Unfälle weitaus häufiger als Unfälle bei der Bahn. Zumindest sollten SOFORT die Lieferungen von hochexplosivem Kerosin von Karlsruhe nach Stuttgart via A8, eine BERGSTRECKE, untersagt werden - täglich zigtausend Tonnen auf zig Tanklastzügen! Denn das ist dermaßen gefährlich, schon wenn ein Reifen platzt oder ein Steinewerfer den Fahrer erwischt, dass kein privater Autofahrer mehr die A8 nutzen dürfte. Die Eisenbahn ist und bleibt weit sicherer als jede Autofahrt! Selbst die Unfälle aktuell SIND ja gut ausgegangen, ohne Personenschaden. DAS wäre bei einem vergleichbaren Unfall z.B. auf der neuen Weinsteige mit ohnmächtigem LKW-Fahrer sicher nicht möglich gewesen. Bei der Bahn ist wenigstens einer da, der die Wagen auf das Abstellgleis lenken kann. Im Straßenverkehr gibt es das nicht. Was soll also diese unsinnige Panikmache???
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Ulrich Strobel Ist schon länger als 1 Jahr her
Wie sicher ist Bahn fahren in Stuttgart eigentlich noch? Man stelle sich nur vor, die Waggons wären auf eine stehende, voll besetzte S-Bahn aufgefahren! Ich fordere die Deutsche Bahn auf, erst alles menschenmögliche zu tun, um die Sicherheit der Bahnreisenden zu gewährleisten und so lange keine Baumaschine für den S21 - Quatsch mehr in Bewegung zu setzen. Vielleicht wäre es angesichts der Unfallserie in Stuttgart auch angebracht, auf großartige Eröffnungsfeiern (S4 / S60) zu verzichten und lieber dafür zu sorgen, dass die neuen Fahrgästen nicht gleich auf ihren ersten Fahrten mit der rauhen S-Bahn - Wirklichkeit konfrontiert werden. Wichtig ist noch anzumerken, dass alle Ereignisse in den letzten Monaten, wie auch die meisten Verspätungen im Regionalverkehr ausschließlich 'hausgemacht' sind. Mir wird ganz übel, wenn ich mir vorstelle, dass es demnächst zu schneien beginnt.
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Herr Freitag Ist schon länger als 1 Jahr her
30.11.2012 | Grubes neues Glanzstück: Schwerer Bahnunfall S21 Stuttgarts Zesrtörung durch Grubes Murks-Bahn schreitet voran. Herrenlose Güterwaggons krachen in Feuerbacher Bahnhof. Am Morgen des 30.November 2012 krachten gegen 4 Uhr 3 führerlose Güterwaggons mit 200 Tonnen Schienen und anderem Eisenbahn-Material am Bahnhof Feuerbach mit hoher Geschwindigkeit durch einen Prellbock und entgleisten: 'Die Waggons rissen Oberleitungen und mehrere Träger des Bahnhofsdaches mit sich und zogen eine Spur der Verwüstung, bevor einer der Waggons mitten auf der Plattform zum Stehen kam. Ein Teil des Daches stürzte ein. Es besteht Einsturzgefahr. Das Bahnhofsgebäude, das zum Teil bewohnt ist, wurde evakuiert.....ausende Pendler mussten nach dem Unfall bei Schnee und Regen Verspätungen und Zugausfälle in Kauf nehmen. Regionalbahnen aus Karlsruhe, Heidelberg, Würzburg und Neckarelz in Richtung Landeshauptstadt konnten nicht bis Stuttgart durchfahren, auch eine der sechs Stuttgarter S-Bahn-Linien hielt an einer früheren Endstation als üblich. In dem betroffenen Bahnhof im Ortsteil Feuerbach hielten am Freitagmorgen überhaupt keine S-Bahnen. ICE-Züge von und nach Stuttgart Hauptbahnhof sind nicht betroffen. Die Behinderungen sollen laut Bahn mehrere Tage andauern. Wann der Feuerbacher Bahnhof wieder geöffnet werden kann, ist noch völlig unklar.' Die Waggons hatten sich aus bislang unbekannter Ursache im Güterbahnhof in Kornwestheim selbständig in Bewegung gesetzt und waren auf der abschüssigen Strecke über sieben Kilometer in Richtung Stuttgart-Zentrum gerollt. Ein Fahrdienstleiter der Bahn verhinderte Schlimmeres, indem er in Zuffenhausen das Gespann geistesgegenwärtig auf das Gleis in Feuerbach leitete. Wäre das allerdings 2 Stunden später passiert, wäre es wohl zu einer Katastrophe gekommen, da dann zahlreiche Fahrgäste auf dem Bahnsteig gestanden hätten. http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=10657706/wi0h3b/index.html http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schwerer-unfall-in-stuttgart-feuerbach-waggons-rasen-in-bahnhof-feuerbach.86e49a06-9064-42af-a3d2-a3adcff20ec0.html http://www.berliner-kurier.de/panorama/unglueck-in-stuttgart-gueter-waggons-krachen-fuehrerlos-in-bahnhof,7169224,21002894.html Es ist der vorläufig letzte Punkt in der Stuttgarter Katatstrophenshow der Deutschen Bahn, die Volker Lösch auf der 150. Montagsdemos so zusammengefasst hatte: '360 Mal schlafen, 36 Skandale, in 3,6 Minuten: 14.12. Aufsichtsrat der Bahn wird über Kostensteigerungen informiert! 16.12. Klage des BUND – Verwaltungsgerichtshof untersagt Bahn Bauarbeiten im Mittleren Schlossgarten! 29.12. Bündnis 'BAHN FÜR ALLE' deckt Manipulationen im Stresstest auf! 3.1. Eisenbahnbundesamt verbietet das Baumfällen! 18.1. Nordflügel-Abrissfirma Wolff & Müller gibt wegen statischer Probleme Technikgebäudeauftrag zurück! 20.1. Sinnlose, weil verfrühte Baumfällungen am Wagenburgtunnel! 31.1. Bahn bestellt bei CDU-Parteienspender Herrenknecht Bohrmaschine ohne Baugenehmigung! 15.2. Räumung des Schlossgartens, erste Fällarbeiten, mindestens ein Jahr zu früh, da die Bahn keine Baugenehmigungen hat! 24.2. Bahn fällt Bäume, die gemäß Schlichterspruch hätten versetzt werden sollen! 10.3. Bahn verstößt mit Fällarbeiten gegen Artenschutzbestimmungen! 12.3. Gutachten weist Stresstestmanipulation nach! 19.3. Bagger beschädigt Bahnhofsdach, Einsturzgefahr, Gleissperrungen! 22.3. Verfassungswidriger Rückbau der Bahnkapazität offiziell belegt! 23.3. Bahn räumt mindestens ein Jahr Zeitverzug ein! 14.4. Passantin wird von Abrissbrocken getroffen und verletzt! 19.4. Abriss der alten Eisenbahndirektion wegen brütender Falken abgebrochen! 1.7. Abermalige Gleissperrungen und Sturmschäden wegen fehlenden Windschutzes! 7.7 S21-Partner lehnen Bürgervariante beim Filderdialog ab! 24.7. Erste Zugentgleisung aufgrund 'bauvorbereitender Maßnahmen' für Stuttgart 21! 31.7. Instabiles Bahnhofsdach wird entfernt, Reisende stehen zukünftig im Regen! 6.8. Firma Kellerbau fürs Technikgebäude meldet Insolvenz an! 14 .8. Bauarbeiter stoßen beim Technikgebäude auf Wasser! 24.8. Stadtbahnbau an der Staatsgalerie muss wegen Artenschutzes verändert werden! 29.9. Zweite Entgleisung, sieben Fahrgäste werden verletzt; eine Oberleitung wird umgerissen; Chaos im Stuttgarter Nahverkehrsnetz! 2.10. Bahn veröffentlicht einen neuen, massiv nach hinten korrigierten Bauzeitplan! Anfang Oktober – das Bahnsteigdach wird abgestützt, Gleis acht nur noch teilweise und ohne Windschutz benutzbar! 8.10. Herrenknecht stellt Bohrmaschine für Fildertunnel fertig, nach wie vor ohne Baugenehmigung; sie wird eingelagert! 9.12. Dritte Entgleisung, diesmal mit einem Testzug! 10.10. Katastrophales Brandschutzgutachten, vernichtendes Urteil; notwendige Änderungen würden weiteres Planänderungsverfahren erfordern! 13.10 S21-Betreiber erwägen ab Windstärke 8 Bahnsteigsperrungen! 22.10. Offenbarungseid der Bahn: Kostenrahmen und Zeitplan können nicht eingehalten werden, Zugeständnisse sind damit hinfällig! 26.10 S21-Aussichtsplattform im Schlossgarten eröffnet, obwohl es nichts zu besichtigen gibt, da Baugenehmigungen fehlen! 12.11. Brandschutzexperte der Stadt äußert Zweifel an der Brandsicherheit des Bahnsteigdaches! 14.11. Es wird bekannt, dass der Neckarsteg vor seinem Abriss für 25.000 Euro saniert werden muss! 18.11. S-Bahnsystem gerät aus dem Takt, Bahn will altes Stellwerk wieder betreiben, welches aber abgerissen werden soll! 23.11. Weiterer Offenbarungseid der Bahn: Bahnvorstand Kefer räumt Planungsfehler ein: „es gebe signifikante Planabweichungen beim Bau'. Eine neue Führungsebene soll eingebaut werden!' http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/11/28/rede-von-volker-losch-zur-150-montagdemo-am-26-11-2012/ Bleibt zu ergänzen, dass mittlerweile ausgerechnet OStA Häußler indirekt, aber offiziell bestätigt hat, dass alle bisherigen Kapazitäts-Angaben zum 'Neuen Herzen Europas' und alle Zurückweisung entsprechender Kritik durch die Bahn (und die Politik? Verwaltung? Stadt?) erstunken und erlogen waren. Bereits in der Planfeststellung wurde S21 ausdrücklich als Rückbau de Kapazität auf 32-35 Züge in der Stunde geplant (heutiger Hbf: über 50 Züge).
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