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Elektromobilität Daimler steckt Geld in Ladesäulen für E-Autos

Von Konstantin Schwarz 

Mercedes-Vertriebsvorstand Ola Källenius will E-Mobilität zur Chefsache machen Foto: dpa
Mercedes-Vertriebsvorstand Ola Källenius will E-Mobilität zur Chefsache machenFoto: dpa

Der Daimler-Konzern will in diesem Jahr an seinen Werks- und Verwaltungsstandorten 30 Millionen Euro für die Ladeinfrastruktur von Elektroautos ausgeben.

Stuttgart - Obwohl das bisherige Netz von 500 Ladepunkten nicht kostendeckend betrieben werden kann, will die Energie Baden-Württemberg (EnBW) in Stuttgart neue, besonders leistungsfähige Ladestationen für Elektroautos aufbauen. Gleichzeitig hat die Daimler AG eine Investitionsoffensive für Stationen an Produktions- und Verwaltungsstandorten angekündigt. Dafür würden 2016 kurzfristig 30 Millionen Euro bereitgestellt, sagt Vertriebsvorstand Ola Källenius. Die Daimler-Tochter Smart will die zweite Generation ihres Elektromodells günstiger anbieten als den Erstling. Der kostete mit Batterie 23 680 Euro.

„Wir brauchen ein Maßnahmenbündel für den Hochlauf der E-Mobilität“, sagt Stephan Wunnerlich, der bei der EnBW den Geschäftszweig entwickelt. Mit fünf Schnellladestationen in Stuttgart gehe der Konzern in Vorleistung. Sie sollen eine Leistung von 50, später von bis zu 150 Kilowatt (kW) haben. Damit könnte die von Autoherstellern angekündigte nächste Batterie- und Modellgeneration (Akkus mit mehr als 60 kW) mit kurzen Ladezeiten bedient werden. Die bisherigen öffentlichen Säulen in Stuttgart und der Region liefern nur bis zu 22 Kilowatt.

Im Land wären 2000 Säulen nötig

Daimler kündigte an, Elektromobilität zur Chefsache zu machen. Die 30 Millionen Euro für die Infrastruktur an den Werkstandorten würden rund 3000 Ladesäulen entsprechen. In Baden-Württemberg wären für eine flächendeckende Versorgung laut Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) 2000 Säulen nötig. Ein Landes-Bauprogramm gibt es aber nicht. Elektro-Infrastruktur wird an der A 8 und A 5 aufgebaut. Bis Anfang März sollen an der Raststätte Gruibingen Schnellladesäulen für gängige Steckersysteme stehen, dann bis Ende Mai an den Raststätten Aichen Nord, Baden-Baden West, Bad Bellingen West, Breisgau und Hartwald West. Investor ist die Tank & Rast GmbH, das Laden ist vorerst kostenlos.

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