Einladung abgelehnt Fans bezeichnen Fußball-Gipfel als „Alibi-Veranstaltung“

Von red/dpa 

Grund für den Gipfel sind schwere Ausschreitungen bei Fußballspielen wie beispielsweise beim Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC. Foto: Pressefoto Baumann
Grund für den Gipfel sind schwere Ausschreitungen bei Fußballspielen wie beispielsweise beim Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC. Foto: Pressefoto Baumann

Der für Montag geplante Fußball-Gipfel von Innenminister Thomas Strobl wurde von Vertetern von Fan-Organisationen scharf kritisiert. Eine Einladung wurde abgelehnt.

Stuttgart - Vertreter von Fan-Organisationen haben den geplanten Fußball-Gipfel von Innenminister Thomas Strobl (CDU) scharf kritisiert und eine Einladung für den kommenden Montag abgelehnt. „Wir nehmen nicht teil. Für uns ist das eine Alibi-Veranstaltung“, sagte Rainer Vollmer von der Organisation „Unsere Kurve“ der Deutschen Presse-Agentur. „Dieser Gipfel soll nur Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit erzeugen.“

Strobl hatte zu dem Gipfel am kommenden Montag Vertreter von Vereinen, Fans, Polizei und Sportfunktionäre eingeladen. Auch an Vertreter von „Unsere Kurve“ waren laut Vollmer Einladungen gegangen. Grund für den Gipfel sind schwere Ausschreitungen bei Fußballspielen wie beispielsweise beim Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC Mitte April. Vom VfB werden Präsident Wolfgang Dietrich und Vorstandsmitglied Stefan Heim am Gipfel teilnehmen.

Vollmer dagegen plädiert dafür, die Dinge erst mal in kleineren Runden zu diskutieren, anstatt auf einem extra einberufenen Gipfel drastische Maßnahmen zu beschließen. „Wir sind ja grundsätzlich gesprächsbereit. Und natürlich lehnen wir jegliche Gewalt im Fußball ab“, sagte er. „Man sollte im Vorfeld mehr Prävention an den Tag legen, das wäre viel sinnvoller als so ein Gipfel.“

Lesen Sie jetzt