Ein Geschenk der Familie

Von "Nord-Rundschau" 

Feuerbach/Stuttgart. Zum Andenken an den Pianisten Werner Haas gibt es in der Liederhalle am Sonntag ein Gedächtniskonzert.

Feuerbach/Stuttgart. Zum Andenken an den Pianisten Werner Haas gibt es in der Liederhalle am Sonntag ein Gedächtniskonzert.

Der aus Feuerbach stammende und international renommierte Pianist Werner Haas wäre am 3. März achtzig Jahre alt geworden. Er ist allerdings 1976 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Seine Familie, insbesondere der Schwager Johannes Sautter und die Schwester Isolde Haas-Sautter, halten das Andenken an den Künstler wach. Johannes Sautter hat das Leben und die Karriere seines Schwagers in einer reich bebilderten Biografie gewürdigt, die zum runden Geburtstag von Werner Haas erschienen ist. Der Familie ist es außerdem zu verdanken, dass es Werner Haas zu Ehren am kommenden Sonntag ein Gedenkkonzert im Mozartsaal der Stuttgarter Liederhalle gibt. Das Konzert ist ein Geschenk der Familie Haas an die Freunde und Bewunderer des Pianisten. Der Eintritt ist frei. Spenden werde zur Förderung des "Jungen Klavierpodiums Werner Haas" gern gesehen. Die Stiftung, die als Teil der Stuttgarter Musikschule ins Leben gerufen wurde, möchte Nachwuchspianisten fördern und dem Publikum vorstellen.

Beim Konzert am 6. März wird die japanische Pianistin Hideyo Harada Schuberts letzte Sonate in B-Dur spielen, außerdem die Nocturne Fis-Dur, den Walzer As-Dur, de Etüde e-moll von Frédéric Chopin sowie den Grand Pas de deux aus dem "Nussknacker" von Tschaikowsky.

Hideyo Harada kennt Werner Haas nur über dessen Musik von der CD. Aber auch auf diesem Wege hat er die Japanerin derart begeistert, dass sie es sich nicht nehmen wollte, ihm zu Ehren das Gedenkkonzert zu spielen. Haas war zu seinen Lebzeiten unter anderem wegen seines außergewöhnlich singenden Tones berühmt. Hideyo Harada hat in Tokio, Stuttgart, Wien und Moskau studiert und für ihr Spiel und ihre CD-Einspielungen zahlreiche Preise erhalten. gm

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