Dschungelcamp-Kolumne, Tag 7 Atemlos in der Fliegenfalle

Von Anja Treiber 

An Tag 7 wird es musikalisch im Camp: Helena Fürst trällert die Helene-Fischer-Hymne "Atemlos" und David Ortega überzeugt mit seinem Hüftschwung. Aber die größte Überraschung hat wieder einmal Thorsten Legat geliefert.

Stuttgart - Sie haben die Helene-Fischer-Hymne "Atemlos" geträllert und Gangnam Style getanzt: An Tag 7 wurden die elf Campbewohner notgedrungen musikalisch - und am Ende gab es sogar ein Küsschen von Thorsten Legat für seine Erzfeindin Helena Fürst. Wer hätte das am Mittwoch noch gedacht, als die Funken zwischen beiden flogen.

Was ist passiert?

Die Dschungelprüfung war vergleichsweise harmlos. Helena Fürst musste Karaoke singen, während ihr Kopf in einem Plexihelm mit tausenden Fliegen steckte und Klavier spielen, während kleine, grüne Ameisen sie anknabberten. Das ist nicht angenehm, aber im Vergleich zu den Ekelprüfungen der vergangenen Tage, müsste das eher eine Wohltat für die Prüfungsexperten gewesen sein. Fürst zeigte sich bei Helene Fischer und Robbie Williams absolut text-, wenn auch nicht tonsicher. Sie holte alle fünf möglichen Sterne, ließ sich in der zweiten Hälfte der Prüfung dann aber gerne von David Ortega helfen. Am Ende waren alle stolz auf Helena - sogar ihr ärgster Feind: Thorsten Legat. Der Ex-Fußballer drückte seiner Konkurrentin einen fetten Schmatz auf die Wange.

Ansonsten wurde ein bisschen gelästert: Thorsten Legat und Sophia Wollersheim über die blutjunge Nathalie Volk ("Alle Models sind psychisch gestört."). Und es wurde ein bisschen geschwärmt: Brigitte Nielsen erzählt von ihrem 15 Jahre jüngeren Mann und ihrer ersten gemeinsamen Nacht ("Am Morgen war ich so fertig").

Höhepunkt: Und heiß ging es weiter - zumindest mit ein bisschen Phantasie: Der spanische Sunnyboy David ist - ganz Gentleman - bei der Prüfung für Helena in die Bresche gesprungen. Er musste tanzen, während Schlamm, Federn und tote Insekten auf ihn niedergingen. Das restliche Team sollte an seinen Moves dann das Lied erkennen. Und man muss es ihm lassen, bewegen kann sich der Südländer. Das hat man trotz Schlammschicht gesehen.

Tiefpunkt: Auch die Tiefpunkte waren dieses Mal musikalischer Natur. Menderes versuchte das Lagerfeuer-Publikum zu begeistern. Wieder mit Michael Jackson. Wieder schief. Aber die Dschungelinsassen gaben sich begeistert und feierten die Castinshow-Berühmtheit. Und genau das war der Fehler. Denn Menderes wollte einfach nicht mehr aufhören zu singen. Auch Rolf Zacher fühlte sich dazu berufen, seine zehn Mitbewohner zu kultivieren - mit einem Pfeifkonzert. "Wenn der pfeift, ist man so im Rausch", schwärmte Ortega.

Beste Sprüche: "Der Dalai Lama ist voll die Respektperson für mich. Den hab ich auf Facebook geaddet." Für alle, die wie David Ortega eine gute Portion Weisheit vertragen können - hier geht es zum Facebook-Profil seiner Heiligkeit.

Peinlichster Moment: "Ich möchte in die Unterhaltung." - "So bisschen kenne ich das Fernsehen ja" - "Ich will Promotion." Diese Angeberei von Möchtegern-Unterhaltungsmangerin Helena Fürst nervt. Wie viele Dschungelcamps braucht es eigentlich noch, bis auch der letzte D-Promi begriffen hat, dass nach dem Dschungelcamp die Publicity höchstens noch für die Berichterstattung über den Zusammenprall mit einem Gurkenlaster reicht oder ganz vielleicht eine Anfrage für das Perfekte-Promi-Dinner in der Special-Dschungel-Edition kommt.

Dschungelbewohner des Tages: Niemand. Die Kandidaten sind bisher alle etwas blass geblieben - so auch an Tag 7.

Muss raus: Rolf. Wenn man den Namen Rolf Zacher googlet, liefert die Autovervollständigung im Suchschlitz "Rolf Zacher krank". Er wirkt gebrechlich und so als gehöre er nicht in den Dschungel. Das ist für den 74-Jährigen eine Qual - und für den Zuschauer übrigens auch.

Spaßfaktor: Zwei von fünf Sternen. Ja, die Prüfung war ganz witzig, aber sonst ist nicht viel passiert Es ist noch viel Luft nach oben. Wo bleibt das Gezicke? Das große Drama? Wir wären soweit.

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Alles Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de.

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