Mercedes Benz

Diesel-Fahrverbot in Stuttgart Autohändler greifen Hersteller an

Von Konstantin Schwarz 

Das in Stuttgart 2018 kommende Diesel-Fahrverbot drückt die Preise der davon betroffenen Gebrauchtwagen bei den Autohändlern. Foto: dpa
Das in Stuttgart 2018 kommende Diesel-Fahrverbot drückt die Preise der davon betroffenen Gebrauchtwagen bei den Autohändlern. Foto: dpa

Die Autohändler erwarten durch das kommende Fahrverbot in Stuttgart einen erheblichen Wertverlust ihrer Gebrauchtwagen mit Dieselmotor. Die Regierung müsse die Hersteller zur Verantwortung ziehen.

Stuttgart - Das von Januar 2018 an für den Stuttgarter Kessel und Teile von Feuerbach und Zuffenhausen zeitweise geplante Diesel-Fahrverbot trifft auch die Autohändler. Nur neue Fahrzeuge der Euronorm 6 sollen vom Fahrverbot bei Feinstaubalarm ausgenommen sein. Genauso wie die Halter seien auch die Kfz-Betriebe betroffen, und zwar erheblich, sagte Innungsobermeister Torsten Treiber bei der jüngsten Regionaltagung vor rund 200 Mitgliedern: „Wir haben ein Problem: Die Gebrauchtwagen auf unseren Höfen sind unser Kapital.“

Autobesitzer wie -händler verlören Geld, weil der Wert der Fahrzeuge durch die eingeschränkte Nutzung zurückgehe. „Wenn der Verkaufswert sinkt, verlieren wir Händler Millionen“, so Treiber. Der Innung gehören in der Region Stuttgart rund 1000 Betriebe an. „Die Autohersteller haben uns eine Suppe eingebrockt, die nur schwer auszulöffeln ist“, so der Obermeister. Die Abgaswerte seien „nicht so niedrig, wie sie auf dem Papier stehen“. Deshalb hätten Hersteller Klagen der Deutschen Umwelthilfe „an der Backe“.

Was Menschen in Stuttgart zum Diesel-Fahverbot sagen, verraten sie in unserer Video-Umfrage:

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