Noch ist die dreiwöchige Aktion Stadtradeln nicht beendet. Sie dauert bis zum Sonntag, 10. Oktober. Nach knapp zwei Wochen (Stand gestern) führen die Teams vom Radelspaß ab 60 die Wertung an. 2851 Kilometer haben die Seniorenflitzer bisher auf dem Sattel zurückgelegt. Dahinter folgen die Plattfußindianer, das zweite Team vom Radelspaß, mit 2791 Kilometern.
Ganz dicht dahinter auf Platz drei liegt der RVP-Luft weg (2786 Kilometer). Zur Ehrenrettung dieses Teams muss allerdings erwähnt werden, dass es weitaus weniger Teilnehmer hat als die Konkurrenz vom Radelspaß. Deshalb liegt RVP-Luft weg bei der Kilometerleistung pro Teilnehmer deutlich vorn. 279 Kilometer sind es pro Person beim RVP. Die Seniorenflitzer liegen bei 178 Kilometer je Teilnehmer.
Wer letztendlich bei der Schlusswertung die Nase vorn haben wird, steht erst in gut einer Woche fest. Für die beiden Teamkapitäne vom Radelspaß ab 60, Günter Schmohl (Seniorenflitzer) und Peter Gastel (Plattfußindianer) bleibt deshalb noch Zeit, ihre Mitfahrer anzuspornen.
Es geht ihnen jedoch nicht darum, alles zu tun, um auf Platz eins zu landen. Deshalb haben sie auch keine zusätzlichen Touren geplant. Sie setzen darauf, dass ihre Teammitglieder im Alltag viele Strecken mit dem Rad zurücklegen. "Ich mache meine Besorgungen meistens mit dem Rad", sagt Günter Schmohl, "beim Getränkekauf muss man aber natürlich das Auto nehmen."
Ansonsten kommt bei der wöchentlichen Dienstagstour von Radelspaß ab 60 ein Großteil der Kilometer für das Stadtradeln zusammen. Zwischen 20 und 38 Kilometer werden dann gefahren - in fünf Gruppen, die nach Leistungsstärke zusammengesetzt sind. An diesen Touren kann auch außerhalb des Stadtradelns jeder Interessierte teilnehmen. Start ist dienstags um 14 Uhr auf dem Festplatz Bernhausen.
Für Gastel und Schmohl ist es wichtig zu betonen, dass der Radelspaß ab 60 kein Verein ist. Und mit der Altersbegrenzung nimmt man es auch nicht so genau. "Wir hatten auch schon Leute dabei, die deutlich jünger waren", sagt Gastel.
Den beiden Teamkapitänen geht es darum, das Radfahren in Filderstadt zu fördern. Als Vielfahrer haben sie auch einen großen Wunsch an die Landwirtschaft. Die Bauern sollten nach getaner Arbeit die Feldwege wieder sauber machen. "Es gibt Strecken, die man im Herbst wegen des Drecks meiden muss", sagt Schmohl. Als überaus positiv bewertet er, dass es nun einen Radfahrstreifen auf der Plieninger Straße gibt. "Dort musste ich bisher aus Angst vor den Lastwagen immer auf dem Gehweg fahren", sagt der Rentner aus Bernhausen.